Förderbescheid

1,06 Millionen Euro für das Integrationszentrum in Beckum

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Ursula Hofacker und Benedikt Goßehüttmann von der Bezirksregierung in Arnsberg überreichen Bürgermeister Hubertus Mühling den Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro für das Integrationszentrum in Beckum.

[Korrektur 16 Uhr] Beckum - Mit 1,06 Millionen Euro wird das Integrationszentrum Beckum gefördert. Den entsprechenden Förderbescheid übergaben Benedikt Großehüttmann, Dezernent Städtebauförderung, und Ursula Hofacker, Sachbearbeiterin Städtebauförderung, von der Bezirksregierung Arnsberg am Mittwoch an Bürgermeister Hubertus Mühling.

Balve erhält etwa 1,06 Millionen Euro an Fördergeldern, nicht – wie zunächst berichtet – 1,5 Millionen Euro. Das Geld – konkret 1.058.400 Euro – ist für den Neubau einer Kindertagesstätte mit Integrationszentrum und Kulturbüro in Beckum vorgesehen.

In einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Arnsberg hieß es dazu: „Integration findet vor Ort statt und ist in den Kommunen bedeutend für den sozialen Zusammenhalt. Die Integrationsfähigkeit der Kommunen hat dabei natürlich auch eine städtebauliche Komponente. Deshalb begrüße ich es außerordentlich, dass die originäre Landesförderung hierfür nicht nur verlässlich bleibt, sondern sogar zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden“, sagte Regierungspräsidentin Diana Ewert.

Lob für ehrenamtliches Engagement

Die Vertreter der Bezirksregierung lobten das große ehrenamtliche Engagement: die Planungsarbeit von Patrick Jost, die 74 000 Euro an Kosten eingespart hat, sei bemerkenswert. Das sei bisher der höchste Betrag, der im Bereich der Bezirksregierung durch ehrenamtliche Arbeit eingespart worden sein. „Es gab kein vergleichbares Engagement,“ stellte Benedikt Großehüttmann fest.

Im Regierungsbezirk Arnsberg werde eine Gesamtsumme in Höhe von 18,5 Millionen Euro für 29 Projekte in 25 Kommunen ausgeschüttet. Insgesamt seien in NRW 100 Projekte von einer Fachjury ausgewählt worden, die mit 72 Millionen Euro gefördert würden. „Das Interesse an diesem Förderwettbewerb war so groß, dass Anträge mit einem Volumen von mehr als 500 Millionen Euro eingegangen sind“, berichtete der Dezernent.

Größte Einzelförderung für ein Projekt

Dem Antrag auf Bau eines Integrationszentrums mit Kindergarten und Kulturbüro auf der „Sonnenblumenwiese“ gegenüber der Beckumer Grundschule, wurde ungekürzt zugestimmt. Für die Stadt selbst ist es die bisher größte Einzelförderung für ein Projekt. Eigenleistung sei den Balvern und den Bewohnern der Ortsteile nicht fremd, betonte Mühling, der auf Arbeiten an und in Schützenhallen hinwies oder – aktuell – die Sokola.de in Langenholthausen.

„Wir haben hier eine gelebte Tradition des ehrenamtlichen Engagement“, sagte er. Für Beckum lobte er die Zusammenarbeit aller hiesigen Vereine, die zur Qualität des Antrags beigetragen hätten: „Ich freue mich für Beckum.“

Mit diesem Integrationszentrum werde ein Grundgedanke aus dem Dorfentwicklungskonzept im Jahr 2014 weiterentwickelt. Schon damals wollten die Dorfbewohner ein kulturelles und geistiges Zentrum schaffen.

Betreuungsmöglichkeit für Flüchtlingskinder ab 2018

Jetzt sei ein „wichtiger Zwischenschritt“ erfolgt, um den Flüchtlingskindern ab 2018 eine Betreuungsmöglichkeit bieten zu können. 90 Prozent aller der in Frage kommenden Kinder würden in einem Umkreis von 1,5 Kilometer rund um Beckum wohnen – eine Idealsituation, stellte das Stadtoberhaupt fest.

Bauzeichnungen für das Projekt lägen noch nicht vor, vielmehr gelte es zunächst, in diesem Jahr noch Planungs- und Baurecht für die benötigten 3000 Quadratmeter zu schaffen. Ab 2017 solle dann gebaut werden, und bis zum 31. Dezember 2018 müssen die Arbeiten abgeschlossen sein – so die Vorgabe der Landesregierung.

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