Gute Resonanz in Balve, aber:

Beschwerden über Lärm beim 1. Höhlenmarathon

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Andrea Krüger und Michael Beste gehörten zum Organisations-Team des 1. Höhlenmarathons in Balve. Mit der Resonanz zeigten sie sich durchaus zufrieden. Die Technik machte indes etwas Ärger.

Balve - Wer sich abstrampelt, muss sich auch stärken – am liebsten mit wohlschmeckenden Kalorien. Und so eröffnete der Geschäftsführer von PK-Fit, Patrick Klein, am Samstagnachmittag das reichhaltige Kuchenbüffet mit den Worten: „Bedient Euch“. Seine Firma hat an diesem Wochenende gemeinsam mit SKS und Life den 1. Balver Höhlenmarathon durchgeführt.

Bei der Veranstaltung ging es darum, im Felsendom auf Cyclingrädern seine Sportlichkeit unter Beweis zu stellen. 340 dieser Sportgeräte standen von Freitag bis Sonntag bereit und warteten auf aktive Indoor-Radler. Die meisten Räder waren die ganze Zeit über besetzt.

„Die Stimmung ist noch besser als erwartet“, freute sich der Mit-Veranstalter. Doch bei allem Sonnenschein sorgten viele Beschwerden von Anwohnern über die Lautstärke der Musik für einigen Stress. Auch der kommissarische Vorsitzende der Schützen, Wilfried Schweitzer, der somit auch Vermieter der Höhle ist, war vor Ort, um sich in selbst ein Bild zu verschaffen, wie laut die Veranstaltung denn wirklich war. Letztlich rief Mit-Organisatorin Susanne Rath selbst die Polizei, um von dieser Lärmmessungen vornehmen zu lassen.

Es wurde dann leiser in der Höhle. Die Bässe der Musik wurden gedrosselt. „Wir haben die Nachbarschaft sogar zum Nudelessen eingeladen“, betonten Andrea Krüger und Michael Beste aus dem Veranstalter-Team, dass ihnen an einem guten Verhältnis zur Bevölkerung gelegen sei. Die Beschwerden der Anwohner würden durchaus ernst genommen, hoben sie hervor.

Teilnehmer des 1. Höhlenmarathons bedauerten nach der Anpassung der Musik-Lautstärke, dass „die Spannung ein wenig raus“ war nach dieser Maßnahme. Dies hätten die Sportler ihr mitgeteilt, berichtete Andrea Krüger. Dieses Manko machten allerdings die 17 Trainer mit umso mehr Motivation wieder wett.

„Wir haben die Technik nachgebessert“, ergänzte Patrick Klein am zweiten Tag. „Die Akustik in der Höhle ist schon eine Herausforderung.“ Der Ton der Musik sei somit für alle Teilnehmer – bis in die letzte Reihe hinein – wieder optimal gewesen, versicherte Klein.

Mehr als 540 Teilnehmer kamen an den drei Tagen in den Felsendom. Die beim Indoor-Cycling verlorene Flüssigkeit wurde schnell wieder aufgefüllt; der Veranstalter hielt eine große Auswahl an Getränken bereit. Auch einen Imbiss gab es für die Höhlen-Radler.

„Es werden Durchschnittswerte von 25 Kilometer pro Stunde erreicht“, beschrieb Klein die Sportgeräte, deren Belastungsstufe an farblichen Kennzeichnungen erkennbar war. Der Mit-Veranstalter hob die positiven Seiten der Premiere hervor: Es habe viel Lob für die Organisatoren von seiten der Teilnehmer gegeben. Etliche Sportler hätten sich bereits für eine weitere Auflage des Höhlenmarathons angemeldet.

Bis 2018 sei die Höhle vorgebucht, verriet Klein. Der zweite Marathon finde am letzten August-Wochenende 2017 statt.

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