Benedikt Ott ist neuer Schützenkönig in Eisborn

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Benedikt Ott hat in Eisborn den Vogel abgeschossen. Gemeinsam mit seiner Freund Vanessa Hannusch regiert der 30-Jährige.

Eisborn - Benedikt Ott ist seit Montagmorgen neuer Schützenkönig der St. Antonius-Schützenbruderschaft. Nachdem der 30-Jährige dem Königsadler zuvor im Wechsel mit Hans-Dieter Kolossa zugesetzt hatte, trat er nach einer Schießpause wieder an das Gewehr – um noch einen einzigen Schuss abzugeben, wie er seinen Eltern und seiner Freundin Vanessa Hannusch versichert hatte.

Es war die an diesem Tag 106. verschossene Patrone, die entscheidend war. Sie löste den linken Flügel, der dann im Fallen den kompletten Rumpf samt der rechten Schwinge mit aus dem Kugelfang zog.

„Es ist einfach überwältigend“, fand Vanessa Hannusch, 24, Polizistin, nach der Welle der Gratulanten erste Worte dafür, dass sie nun an der Seite ihres Freundes Benedikt regieren wird. Mit seiner Amtszeit auf dem Thron setzt der Zerspanungsmechaniker, der 2009 Jugendschützenkönig und danach fünf Mal Vizekönig war, eine Familientradition fort. Sein Bruder Sebastian regierte vor zehn, sein Vater Dieter vor 40 Jahren das Eisborner Schützenvolk. Und auch bei Dieter Ott hieß es seinerzeit: „Nur noch ein Schuss.“

Sichtlich gerührt war Benedikt Ott, dass ihm nach seinem kunstvollen Treffer die Königswürde zuteil wurde. Dazu passt, dass der neue König und seine Mitregentin in der Schützenstraße wohnen.

Turbulent verhieß das Schießen schon beim Anfang zu werden, als Hubert Sauer mit dem dritten Schuss bereits die Krone abschoss, die beim Herunterfallen auch gleich das Zepter mit zu Boden riss. Dennis Loyen schoss wenig später – mit dem achten Schuss – den Apfel ab.

Dann blieben aus der langen Reihe der Schützen nur noch Benedikt Ott und Hans-Dieter Kolossa übrig. Beide zielten jeweils genau auf die Schraube. Dann gönnten sie dem geschundenen hölzernen Federvieh eine Pause, nach der nur noch ein entscheidender Schuss fiel.

Mit den „Oldies“ aus Hövel verweilten die Schützen noch unter der Vogelstange. In der Schützenhalle sorgte dann wieder der Musikverein Sondern für gute Laune. Offiziell vorgestellt wurden die neuen Regenten im Festzug, proklamiert danach in der Schützenhalle. Oberst Gisbert Sprenger sagte zum Eisborner Schützenfest: „Ich bin mehr als zufrieden mit dem Verlauf und vor allem mit unseren neuen König.“

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