Beckumer Schützen: „Wir können das besser“

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Von den rund 50 Teilnehmern kamen während der Schützenfestabrechnung keine Ideen, wie der Festzug kommendes Jahr mehr Anklang – vor allem bei den Schützen selbst – finden könnte.

Beckum - Die Beckumer Schützen trafen sich am Samstag zur Abrechnung und machten eines deutlich: Trotz, dass sie in diesem Jahr ein Schützenfest gefeiert haben, bei dem der Gewinn im Vergleich zum vergangenen Jahr um 44 Prozent gesteigert wurde – und trotz 2266,39 Euro mehr in der Kasse – sind sie nicht ganz zufrieden.

Beim Festzug, der dieses Jahr an einem Montag stattfand, seien letztlich drei Schützen hinter den Grünröcken gewesen. Ein, so der Vorsitzende Markus Baumeister, „sehr, sehr trauriges Bild“. Denn er weiß: „Wir können das besser.“

Bewiesen hätten die Beckumer dies am folgenden Schützen Samstag und Sonntag. Woran es am Montag gelegen habe, dass beim Abholen des Königspaares Thomas und Sabrina Stöffer nur eine Handvoll Mitglieder mitmarschierten, war dem Vorstand ein Rätsel.

Vorsitzender Markus Baumeister übergab Oberst Bernd Vogelsang einen „Orden für Verdienste“.

Das brachte der Vorsitzende bei der Abrechnung am Samstag so auf den Punkt, dass den Regenten nicht der nötige Respekt entgegen gebracht worden sei. Schließlich sei es nicht Sinn und Zweck des letzten Schützenfesttages, dass die Majestäten nur „in Grün“ abgeholt werden.

Während der Schützenfestabrechnung kamen von den 50 Teilnehmern keine Ideen dazu, wie dieses Problem gelöst werden könnte. „Festzug wie bisher“ oder doch „Durchfeiern“ – diese beiden von Markus Baumeister vorgeschlagenen Optionen blieben vorerst mit einem Fragezeichen versehen.

Der Vorstand lässt die Schützenbruderschaft, die 2020 vom 14. bis 16. August ihr 100-Jähriges feiern wird, aber nicht im Stich – denn intern werde diese Problematik diskutiert, und ein Konzept dafür auf der Jahreshauptversammlung vorgestellt.

"Unsere Sparmaßnahmen greifen"

Dort fließt dann auch der Schützenfestgewinn mit in den Kassenbericht ein. „Unsere Sparmaßnahmen greifen“, sagte dazu der Vorsitzende, der auf die eingesparten Kosten für die 4. Musikkapelle hinwies.

Dass aber dafür vier Prozent weniger Bier verzapft wurde, die auch nicht in die Kasse mit einfließen konnten, verleitete den Vorsitzenden zu: „Mehr war eben nicht drin.“

Weil aber trotzdem alle alles gegeben hätten, sei ein schönes Fest gefeiert worden. Und dies mit neun Prozent weniger alkoholfreien Getränken – dafür mit 58 Prozent mehr verkauftem Schnaps. Als richtige Entscheidung hätte sich außerdem erwiesen, ein Fußballspiel in der Halle zu übertragen.

Großer Dank aus Beckum ging an die Volkringhausener, die die Absicherung der Straßen vorgenommen haben. Demnächst sollen auch die Eisborner mit einbezogen werden. Neu beim nächsten Schützenfest wird die Tanzmusik sein, die von der Festmusik aus Drolshagen gestellt werde. Und neben den Drolshagenern seien dann auch wieder die Müscheder mit dabei.

Oberst Vogelsang erhält „Orden für Verdienste“

Beim nächsten Schützenfest trägt dann auch Oberst Bernd Vogelsang seinen „Orden für Verdienste“. Verliehen wurde ihm dieser vom Vorsitzenden im Auftrag des Sauerländer Schützenbundes für zehn Jahre Vorstandsarbeit als Einsatz für das Schützenwesen.

1981 trat Vogelsang den St. Hubertus-Schützen bei, 2006 wurde er Offizier, 2011 Oberst. Im selben Jahr regierte er mit seiner Frau Marlene die Beckumer.

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