Beckumer Schützen: Vorstand nicht mehr komplett

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Der Vorsitzende Markus Baumeister verabschiedet seinen bisherigen Stellvertreter Friedbert Runig (rechts).

Beckum - Die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Beckum hat keinen zweiten Vorsitzenden mehr. Friedbert Runig stellte sich während der Jahreshauptversammlung nicht wieder zur Wahl, und aus den Reihen des Vorstands fand sich kein Nachfolger.

Auch nachdem der Vorsitzende Markus Baumeister die Versammlungsteilnehmer um Vorschläge gebeten hatte, fand sich kein Kandidat, so dass das Amt vorerst unbesetzt ist. „Wir bleiben laut Satzung weiter geschäftsfähig“, beruhigte Baumeister die Schützen.

Demnach kann die Schützenbruderschaft auch von Kassenwart, Geschäftsführer und Vorsitzendem geleitet werden. 27 Jahre war Friedbert Runig dabei, von 1987 bis 2003 mit kurzer Unterbrechung als Offizier, und ab 2003 dann als stellvertretender Vorsitzender. „Du hast sehr viel bewegt und sehr viel organisiert“, bedankte sich Baumeister bei seinem ehemaligen Stellvertreter. Er appellierte an alle Aktiven, sich gemeinsam schnell um einen Nachfolger zu bemühen: „Im Laufe dieses Jahres muss Ersatz her.“

Vier Jahre dabei war Reinhard Dunker als Beisitzer; auch er stellte sein Amt zur Verfügung. Mit dem amtierenden Schützenkönig Stefan Hamer rückt ein Neuer in den Beirat auf. Wieder gewählt wurde Kassenwart Christoph Finke sowie die Offizierskorps-Mitglieder Henryk Kutsche, Stefan Paul und Burkhard Rose. Für den im vergangenen Jahr zum Major beförderten Matthias Rose wurde mit Markus Brinkschulte ein neuer Offizier gefunden. Neu ist ebenfalls Thomas Stöffer für Sebastian Wirwarr.

Auf der Tagesordnung stand auch das Schützenfest – diesmal mit einigen Neuerungen. Schützenfest wird zwar wieder mit der Festmusik aus Drolshagen gefeiert; neu wird die Tanzmusik sein, denn die Musiker aus Iseringhausen stehen nicht mehr zur Verfügung. Und auch auf die Suche nach einem Ersatz für die Höveler müssen sich die Schützen machen. Der Vorsitzende trug Überlegungen vor, wie das nach dem vergangenen Fest in der Kasse verbuchte Minus diesmal vermieden werden könnte. So sei die Brauerei Veltins den Beckumer entgegen gekommen, außerdem soll auf das Vierer-Trampolin verzichtet werden. Erneut dabei sein soll der Zauberer, ein Fragezeichen werde auf Dauer hinter der Verpflichtung einer vierten Festkapelle stehen. 2015 wollen die Schützen aber noch einmal daran festhalten. Das Schützenfest-Heft soll zum zweiten Mal aufgelegt werden, Blumen für die Dekoration wollen die Beckumer gemeinsam mit den Volkringhausenern kaufen, die diese dann auch bei ihrem Fest nutzen. „Bei der Schützenfest-Abrechnung werden wird dann sehen, wie sich diese ganzen Maßnahmen ausgewirkt haben,“ stellte Baumeister fest.

Neben dem Schützenfest richten die Beckumer wieder ein Weinfest aus. Allerdings werde es nicht in der Balver Höhle, sondern in der Beckumer Schützenhalle stattfinden. Für den verhinderten Musikverein Balve werde noch Ersatz gesucht. In der Höhle soll erneut die Aprés-Ski-Party gefeiert werden.

In der Schützenhalle stehen nach Baumaßnahmen im vergangenen Jahr weitere Renovierungen an. So müsse das Dach im Essraum saniert werden, da nach Starkregen Wasserschäden aufgetaucht seien. In der großen Halle solle eine neue Theke eingebaut werden, und mit moderner Technik solle ab einer gewissen Musik-Lautstärke automatisch für Ruhe gesorgt werden. Wiederholt hätten sich Nachbarn über zu laute Musik beim Vorstand beschwert.

Den Zuschlag für den Bau des Vogels bekamen die Anwohner des Roussayer Wegs.

Von Julius Kolossa

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