Balverin wegen Betrugs zu 650 Euro Geldstrafe verurteilt

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Balve/Menden - Obwohl ihr Konto nicht gedeckt war, hatte eine mehrfache Mutter aus Balve Spielzeug für ihr Kinder bestellt und per Lastschrift bezahlen wollen. Doch da das Geld fehlte, blieb die Rechnung über 36,76 Euro offen.

Jetzt musste sich die 36-Jährige dafür wegen Betruges vor dem Mendener Amtsgericht verantworten. Dort räumte sie den Vorwurf sofort ein. „Es war keine böse Absicht“, erklärte die Angeklagte. Kurz vor dem Einkauf habe ihr Mann Geld vom Konto abgehoben, ohne es ihr zu sagen. Ein Einwand, der das Gericht nicht völlig überzeugte.

Kontoauszügen führten den Prozessbeteiligten eine finanziell enge Lage der Großfamilie vor Augen. Das Guthaben auf dem Konto sei immer ausgeschöpft worden, da hätte die Angeklagte damit rechnen müssen, dass sie die Spiele nicht bezahlen kann, brachte es der Richter auf den Punkt. Am Ende verurteilte er die Frau zu einer Geldstrafe von 650 Euro – für Diebesgut im Wert von 36,76 Euro.

Äußerst negativ wirkte sich bei der Urteilsfindung die Vergangenheit der Balverin aus. Von 2002 bis 2009 hatte sie immer wieder wegen Betruges vor Gericht gesessen. Mal hatte sie Gegenstände die sie nie besessen hatte, wie Laptops und Münzen, im Internet zum Verkauf angeboten und das von den Käufern bezahlte Geld für sich genutzt.

In anderen Fällen hatte sie unter Verwendung der Daten von Familienmitgliedern, auch ihrer dreijährigen Tochter, Sachen bestellt und nie bezahlt. Schließlich wurde sie 2012 zu anderthalb Jahren Haft verurteilt. Neun Monate saß sie ab, der Rest der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Ein weiterer Punkt, der bei der Entscheidungsfindung des Gerichts gegen die Angeklagte sprach. Denn: Die jetzt verhandelte Tat stammte vom März 2015, die Bewährung endet aber erst im März dieses Jahres. Somit stand die 36-Jährige zur Tatzeit unter laufender Bewährung.

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