Balver Schützen ziehen positive Bilanz

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Das Königspaar Markus Niehoff und Angela Potrzeba mit ihrem Hofstaat waren bei der Abrechnung zugegen. Engelbert Prinz von Croy riet ihnen, das Königsjahr zu genießen.

Balve - „Historisch rechnen wir unser Schützenfest ab“, leitete der Vorsitzende der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft, Engelbert Prinz von Croy, am Samstag diesen letzten Teil des Schützenfestjahres in der Balver Höhle ein.

 Und dann sprach er aus, was viele dachten: „Warum sind nur so wenige Schwarze und Grüne da?“ Ein Teil von ihnen war auf internationaler Ebene beim Europaschützenfest in Peine aktiv. Stefan Grote trat für die Balver ans Gewehr – doch das Erfolgserlebnis blieb ihm verwehrt, wie der Vorsitzende ausführte. Mit einem Augenzwinkern betonte er, dass nun doch kein internationaler Flieger für Europa gebucht und in Echthausen platziert werden müsse. „Tobias“, sagte er zum Kassenwart. „Das ist demnächst kein Kostenpunkt für Dich.“

Dafür aber gingen die erstmals auf der neu angelegten „Fressmeile“ auf dem Parkplatz eingesetzten Plastikbecher richtig ins Geld: von 1000 Stück gingen 596 verloren: Der Ersatz kostet 1700 Euro. Dem steht ein „bewundernswertes Schützenfest“ – Wortlaut von Croy – entgegen, für das auch Petrus ein Einsehen gehabt hatte. Dies bestätigte der Finanzverwalter Tobias Keil: „Wir hatten ideales Wetter – und starke Trinker.“ 3,3 Hektoliter Bier seien unter der Vogelstange getrunken worden; im Vorjahr waren es 1,5 Hektoliter. Insgesamt seien an den drei Tagen 203,2 Hektoliter (plus 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) verzapft worden. An alkoholfreien Getränken gingen 28,8 Hektoliter über die Theken (minus 9.6 Prozent). Mehr als zufrieden können die Schützen mit dem gesamten Getränkeverkauf sein: 232 Hektoliter (plus 8,2 Prozent) waren dies und damit, so Tobias Keil, „Rekordwerte“. An Glasbruch wurden 3222 Stück (plus 11 Prozent) verzeichnet, an Eintrittskarten wurden 1236 (plus 219) verkauft.

 Den Einnahmen von etwa 148 000 Euro standen Ausgaben von ungefähr 121 000 Euro gegenüber. Genaue Zahlen werden auf der Jahreshauptversammlung vorgelegt. Mit dem Gewinn von etwa 27 000 Euro soll das Schützenheim saniert werden. „Wir sind mit unseren Änderungen beim diesjährigen Schützenfest auf dem richtigen Weg“, stellte der Vorsitzende fest. So würden diese Neuerungen auch im nächsten Jahr Bestand haben. Bewahrt werde jedoch Traditionelles, wie die Messfeier in der Balver Höhle vor der Abrechnung. Vikar Tobias Kiene zelebrierte diese mit Diakon Josef Hültenschmidt. Begleitet wurde sie vom Männerchor Balve und dem Musikverein Balve. Der Dank von Croys ging an den Vikar. Dem Königspaar Markus Niehoff und Angela Potrzeba gab der Schützen-Vorsitzende mit auf den Weg: „Genießt Euer Königsjahr.“

 Und dann wurde von Croy noch einmal ganz ernst. Er wies auf das Oktoberfest am 3. Oktober hin, das als Benefizveranstaltung (Bericht folgt) ausgerichtet wird. Die Schützen könnten nicht nur feiern, sie stünden auch parat, wenn die Not groß sei. Alle seien eingeladen, mitzufeiern, an diesem „Feier-Tag“.

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