75 Realschüler bekommen Einblicke in die Arbeitswelt

Balve - „Total gut“, benoteten Inga Riemenschneider und Laura Dittrich am Freitag ihren Praktikumsplatz. Drei Wochen tauschten die Realschülerinnen aus der 9b den Klassenraum mit dem HönneVital.

Sowohl an der Theke, als auch bei den Kursen und beim Training durften sie mit dabei sein. Mit-Inhaberin Anja Dransfeld hatte mit den beiden 14-Jährigen schon vor dem Praktikum Kontakt, so dass sie wusste, wem sie diesmal die Arbeitskleidung auslegen musste. „Ich bin sehr zufrieden“, lobt sie am letzten Praktikumstag.

„Beide sind nett, höflich und zuvorkommend.“ Dies sei besonders wichtig, wenn an der Theke der erste Kundenkontakt entsteht. „Denn dass sie jeden mit einem freundlichen Lächeln begrüßen, beraten und auch wieder verabschieden, ist nicht selbstverständlich.“

In den drei Jahren, die das HönneVital besteht, seien Schülerpraktikanten dagewesen, die jegliches freundliches Verhalten vermissen ließen: „Dass dann aber auch durch alle Schulformen.“ Diesmal aber war Anja Dransfeld sehr zufrieden mit ihren beiden Schützlingen, denen sie die Berufswelt der Sport- und Fitnesskauffrau eröffnete. Und dies war durchaus anstrengend für Inga und Laura, die am Ende eines Arbeitstages froh waren, Feierabend machen zu dürfen.

„Es ist ganz anders als Schule“, sagen sie zu den drei Wochen, die hinter ihnen lagen. Wenn ihnen dieses Praktikum auch Spaß gemacht hat, der Beruf passt aber nicht zu ihnen. „Vielleicht nebenbei, das wäre okay“, sagt Laura und Inga nickt. Nach der Realschule machen beide aber erst einmal Abitur, und sehen dann weiter.

Für Schulleiterin Nina Fröhling ist dies der richtige Ansatz: „Im Praktikum kann jeder Schüler seine Vorstellung von einem Beruf festigen. Manche wissen dann, ob diese Entscheidung richtig oder falsch war.“ Bei allen sei aber festzustellen: „Nach dem Praktikum sind sie selbstständiger und etwas erwachsener geworden.“

75 Neuntklässler waren diesmal in 59 Betrieben tätig. Auf dem Vormarsch der ausgesuchten Berufe sind die sozialen Berufe. Sieben Schüler bekamen Einblicke in das Berufsbild Erzieher, fünf in den des Physiotherapeuten, drei in der Altenpflege.

Auch Industriemechaniker (vier Schüler) und Zerspanungsmechaniker (drei Schüler) waren gefragt. Gut aufgenommen wurden die Realschüler in den Betrieben, eine Erfahrung, die die Schulleiterin seit Jahren gemacht hat.

Auch Lehrer Dieter Schumacher, der in diesem Jahr fünf Schüler betreute, berichtete ausschließlich über positive Erfahrungen: „Die Jugendlichen sind in den Betrieben sehr aktiv.“ Aber: Manche von ihnen freuen sich auch schon wieder auf die Schule.

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