Balver Pfarrheim: Finanzierung ist gescheitert

Das Balver Pfarrheim bereitet dem Kirchenvorstand Sorgen: Der Neubau wird sich aus Kostengründen weiter verzögern.

Balve -  Der Neubau des Balver Pfarrheims verzögert sich weiter: Der im Rahmen eines Architektenwettbewerbs vor circa einem Jahr favorisierte Vorschlag des Büros Banz & Riecks soll nicht weiter verfolgt werden.

Grund seien beträchtliche Finanzierungslücken. Trotz intensiver Bemühungen sei es dem Kirchenvorstand nicht gelungen, diese zu schließen.

„Das seinerzeit beim Architektenwettbewerb von Paderborn vorgeschriebene Raumkonzept und die damit verbundene Vorgabe eines Gesamtfinanzierungsvolumens von einer Million Euro wurde schon damals von allen Beteiligen Architekten und Ingenieuren als sportliche Herausforderung empfunden,“ erklärt Bruno Köck, der als Mitglied des Kirchenvorstands maßgeblich an allen wichtigen Gesprächen im Rahmen der Planungen teilgenommen habe.

Bei der anschließenden Aufstellung eines detaillierten Baukostenplans inklusive aller zu erwartender Nebenkosten, habe sich herausgestellt, dass der ursprünglich veranschlagte Kostenrahmen nicht eingehalten werden könne und der zu erbringende Eigenanteil die Kirchengemeinde Balve überfordern würde. 

Allen Versuchen des Kirchenvorstandes, den Finanzierungsanteil aus Paderborn zu erhöhen, sei in der vergangenen Woche während eines abschließenden Gespräches mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat eine Absage erteilt worden. Dabei hätten die Vertreter des Generalvikariates erklärt, dass sie an strenge Zuschusskriterien gebunden seien und Balve nicht in einen Sonderstatus gestellt werden könne. „Vor diesem Hintergrund ist der Neubau in der bislang geplanten Weise nicht realisierbar“, erklärt der Kirchenvorstand.

„Es ist trotz aller bislang schon aufgebrachten enormen Zeit und Energie besser, den Tatsachen frühzeitig ins Auge zu sehen und noch vor Baubeginn die Reißleine zu ziehen, als dass es am Ende ein böses Erwachen gibt“, sagt Pfarrer Andreas Schulte, der Vorsitzende des Kirchenvorstandes. 

Der Verlauf des Gespräches mit den Vertretern aus Paderborn hinsichtlich der Gesamtfinanzierung sei enttäuschend. Dennoch warnte der Seelsorger aber davor, den Kopf in den Sand zu stecken. Es sei der erklärte gemeinsame Wille des Kirchenvorstandes und des Generalvikariates, zu einer tragfähigen und zukunftsweisenden Lösung zu kommen.

Bereits im Jahr 2011 haben die Planungen für einen Neubau begonnen. Überlegungen, das alte Jugendheim energetisch zu sanieren, wurden angesichts der enormen Kosten verworfen. „Wir werden nun noch einmal beratschlagen und eine abgespeckte Version ins Auge fassen“, kündigt Pfarrer Schulte an. Erste Überlegungen dazu gebe es bereits.

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