Balver Landpartie startete mit Verspätung

Balve - Die Landpartie in Balve konnte erst mit Verspätung beginnen. Das Sicherheitskonzept musste zunächst von den Verantwortlichen durchgegangen werden. 115 Aussteller bestritten in diesem Jahr die Veranstaltung am Schloss.  

„Perfekte Voraussetzungen“, sah Schlossherr Jakob Graf von Landsberg-Velen am Freitag, als er die zweite herbstliche Landpartie eröffnete: „Es ist für jeden etwas dabei.“ Dabei bestätigte er dem Veranstalter Rainer Timpe, wieder einmal, eine gute Auswahl an Ausstellern und für das Rahmenprogramm getroffen zu haben. Seit 2006 führt dieser die sommerliche Landpartie, seit dem vergangenen Jahr nun auch eine herbstliche Variante der beliebten Veranstaltung durch. Und bei dieser musste zunächst mit Anlaufschwierigkeiten gekämpft werden.

Die ersten Besucher hatten schon ihre Eintrittskarten bezahlt, doch der Einlass wurde ihnen um 10 Uhr verwehrt. Einige wurden ungeduldig, weil ihnen das Warten vor verschlossener Schranke nicht begründet wurde. Ab 10.11 Uhr durften die Gäste dann die herbstliche Landpartie erkunden.

Rainer Timpe ging in seiner Begrüßung auf diese Anlaufschwierigkeiten ein. Der Organisator erklärte: Nach dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg seien inzwischen für Großveranstaltungen 60-seitige Sicherheitsauflagen einzuhalten. Und die Landpartie mit im Frühjahr bis zu 15 000 Besuchern wurde von den Behörden als eine solche Großveranstaltung bewertet.

20 Vertreter der Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und des Märkischen Kreises gingen vorab das gesamte Gelände ab, um die Breite und den Verlauf der Wege, vor allem aber die Fluchtwege in Augenschein zu nehmen. Nach einige Nachbesserungen gaben sie dann etwas verspätet grünes Licht.

Balver Landpartie am Schloss Wocklum

Die Landpartie in Wocklum sei zum ersten Mal mit diesen verschärften Auflagen konfrontiert worden. Und dies bedeute auch, so Timpe, dass sich maximal 3500 Besucher gleichzeitig auf dem Schlossgelände aufhalten dürften. Die Zahl der eintreffenden Besucher und derjenigen, die das Gelände verlassen, müsste akribisch festgehalten werden.

Bis auf einige erstaunte Blicke über Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke, der mit Wehrleiter Frank Busche und dem Bezirksbeamten Franz-Josef Griese über das Gelände schlenderte, waren die Besucher davon aber unbeeindruckt. Sie erlebten drei Tage zum Genießen.

Der Auftakt aber am Freitag fand an keinem Feier-, sondern vielmehr an einem normalen Arbeits- und Schultag statt. Folglich hielten sich die Besucherzahlen zum Bedauern der Standbetreiber zunächst noch in Grenzen.

115 Aussteller wurden dieses Mal verpflichtet, im Vorjahr waren es nur 80. „Wir haben uns gemausert“, freute sich Veranstalter Timpe. Er hoffte, die Vorjahreszahlen von um die 10 000 Besucher erneut erreichen zu können.

Jung und Alt genossen den Bummel durch die weitläufige Park-Anlage, vorbei an Ständen mit Bekleidung, Schmuck, Dekorationsmaterialien und auch Kosmetika. Viele kulinarische Spezialitäten rundeten das Angebot ab. Dazu gab es ein Programm, in dessen Rahmen die Kunst des Schafe- und Entenhütens durch Border Collies gezeigt wurde und Greifvögel ihr fliegerisches Können zeigten. Auch die rollende Waldschule war wieder am Start. Nostalgische Kinderkarussells und an wechselnden Orten Musiker der verschiedenen Stilrichtungen sorgten ebenso für Kurzweil. Schließlich wurden Schlossführungen angeboten, bei denen auch die eindrucksvolle Barockorgel präsentiert wurde.

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