Simulierter Chemie-Unfall verlangt Feuerwehr viel ab

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Zwanzig Minuten Zeit haben die Männer im Chemie-Schutzanzug für ihren Einsatz.

Balve - Das Stockmeier-Gelände stand für etwa 40 Balver Feuerwehrleute am Samstag im Rahmen einer Übung im Mittelpunkt des Geschehens. „Mit 20 Mann kommt man hier schnell an seine Grenzen“, wusste Einsatzleiter Frank Severin.

Im Frühjahr machte er diese Erfahrung, als er mit Garbecker Kameraden hier in Kooperation mit Kruse-Automotive eine kleinere Übung absolviert hatte. Daraus entstand die Idee, eine Übung auf Stadtebene stattfinden zu lassen.

Angenommen wurde, dass von der Flüchtlingsunterkunft gemeldet worden sei, dass ein Tankwagen qualme. Bei ihrem Eintreffen stellten die Feuerwehrleute in der Simulation fest, dass ein Tank leckgeschlagen und Säure ausgetreten war.

Die Dekontaminationseinheit erfordert besondere Aufmerksamkeit.

 Nur mit Chemikalien-Schutzanzügen konnte dieser Einsatz absolviert werden. Acht gibt es im Stadtgebiet für die Freiwillige Feuerwehr. Jeder Kamerad hat darin Sauerstoff für maximal 20 Minuten, in denen er tätig werden kann. Und dieses Zeitfenster galt es auszunutzen. Unterstützung gab es für die Einsatztrupps von ihren Kameraden mit der gesamten Ausrüstung vom Gerätewagen Logistik. Es war der erstmalige Einsatz dieses in Garbeck stationierten Fahrzeugs bei einer Großübung dieser Art, ebenso für viele Kameraden.

Herausforderungen gab es viele, und dies sowohl bei der Sicherung der Unfallstelle, als auch für die Eigensicherung. „Mindestens zwei Löschzüge sind hierfür erforderlich“, hat Frank Severin festgestellt. Und im Ernstfall würden weitere Einsatzkräfte aus Neuenrade und Menden angefordert. Diesmal war die Feuerwehr aus dem Balver Stadtgebiet acht Stunden in der Helle unter sich.

Organisiert wurde die Übung im Zusammenwirken mit Kruse-Automotive und Stockmeier Chemie und Logistik. Zu den Szenarien gehörte die Rettung von Mitarbeitern, die sich mit Säure verätzten, und die Lecksuche auf einem Stückgut-Lkw. Hier galt es, die beschädigte Fracht zu finden und mit einem Leck-Dichtkissen zu versehen. Jede Übungseinheit wurde ausführlich nachbesprochen.

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