Mildes „Urteil“ für jungen Ecstasy-Konsumenten

Balve - Immer wieder hatte ein Heranwachsender aus Balve von seinem Dealer Drogen gekauft. Da der Erwerb von Betäubungsmitteln strafbar ist, endete die „Geschäftsbeziehung“ für den jungen Mann auf der Anklagebank des Jugendschöffengerichts in Menden.

Der Heranwachsende redete vor dem Richter nicht um den heißen Brei herum, legte sofort ein Geständnis ab. Ja, er habe Drogen gekauft und zwar kleine Mengen Ecstasy. Das Gericht kam auf 20 Fälle im Frühjahr 2015. Die Drogen seien ausschließlich für den Eigenkonsum gedacht gewesen, erklärte der Balver.

Bisher hatte sich der Heranwachsende strafrechtlich nichts zu Schulden kommen lassen, konnte einen leeren Auszug des Bundeszentralregisters vorweisen. Ein Umstand, der die Entscheidung des Gerichts positiv beeinflusste. Auch, dass es sich bei den Einkäufen des Angeklagten jeweils um geringe Mengen Ecstasy gehandelt hatte, führte der Vorsitzende zu Gunsten des Balvers an.

Und so endete der Prozess für ihn nicht mit einem Urteil im eigentlichen Sinne. Stattdessen erteilte der Vorsitzende eine richterliche Weisung. Danach muss der Balver wegen seines Ecstasy-Konsums Kontakt zu einer Drogenberatung aufnehmen. Darüber hinaus erlegte der Jugendrichter ihm auf, 30 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten.

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