Beckum pflegt intensive Kontakte nach Roussay

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Eine besondere Seltenheit: Ein Balver Mammut vor dem Pariser Eiffelturm.

Beckum - Am 22. Januar wird der Deutsch-Französische Tag gefeiert, der an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags zur Deutsch-Französischen Freundschaft vom 22. Januar 1963 erinnert. Auch Beckum unterhält eine enge Freundschaft ins Nachbarland.

Anlässlich dieses Tages würdigt Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und den französischen Nachbarn, insbesondere zur Partnerregion Nord-Pas de Calais, die seit Anfang 2016 mit der Picardie fusioniert ist.

Auch die Balver Gemeinde Beckum unterhält seit dem Jahr 1985 eine Partnerschaftsbeziehung mit der französischen Stadt Roussay. Im Rahmen dieser Freundschaft finden seit mehreren Jahren zahlreiche, gegenseitige Besuche statt. Im Jahr 2007 gab es sogar einen großen Spendenlauf „la course“, der von Balve bis nach Roussay führte.

Auch die 1. Vorsitzende des Partnerstadtkomitees, Andrea Busche, verweist auf das besondere Verhältnis der Beckumer zum westlichen Nachbarn. „Das ist eine gelebte Freundschaft, die privat tief verwurzelt ist“, sagt Busche. Beide Seiten würden großen Wert auf einen regelmäßigen Austausch legen, zu dem auch jährlich wechselnde Besuche beider Städte lägen.

„Das beginnt bereits in jungen Jahren, wenn die Grundschulklassen zum Besuch nach Frankreich – oder umgekehrt nach Deutschland – reisen“, sagt Busche. Im vergangenen Jahr, dem 30. Jubiläumsjahr der deutsch-französischen Freundschaft, seien rund 100 Beckumer, inklusive des Musikvereins, nach Roussay gereist.

Dabei hatten sich die Organisatoren um Busche als Gastgeschenk etwas ganz Besonderes überlegt: So steht seit dem vergangenen Jahr in der französischen Partnerstadt – genau wie mehrfach in Balve – ein großes Mammut. Dies hatten die Balver Organisatoren vorab von einem Airbrush-Künstler mit einer Inschrift zum Jubiläumsjahr der Freundschaft sowie den Wappen beider Städte verzieren lassen. „Wir sind extra separat früher los gefahren und haben mit dem Mammut Fotos vor dem Kölner Dom, an der deutsch-belgischen sowie der deutsch-französischen Grenze und vorm Eiffelturm gemacht“, erzählt Andrea Busche.

Aber auch in nicht so schönen Zeiten sei das Verhältnis der Bewohner beider Städte sehr eng miteinander verbunden: „Nach den kürzlichen Anschlägen von Paris wurde sich auch direkt nach dem Wohlbefinden der Roussayer erkundigt“, erinnert sich Busche.

Auch bei Todesfällen sei es durchaus üblich, dass jeweils aus dem Nachbarland per Post Trauerkarten oder entsprechende Anteilnahmen ausgetauscht würden.

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