VfK und TTC Volkringhausen verhandeln

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Torsten Klein, Karsten Drilling, Dieter Goeke und Frank Fillinger (v.l.) sorgen sich um die Zukunft des Vereins.

Balve - Die Tischtennisabteilung des VfK Balve steht vor einer Kooperation mit dem Tischtennisclub Volkringhausen (TTCV), teilte Abteilungsleiter Dieter Goeke jetzt während der Jahreshauptversammlung des VfK mit. Immer konkreter würden die Ergebnisse der Gespräche, von denen das bisher letzte am Dienstag geführt worden sei.

Von einer Fusion wollte Goeke allerdings nicht sprechen, auch wenn die VfK-Tischtennisabteilung in den TTCV übergehen werde. Dafür wechseln die Volkringhausener, so die Bedingungen der Balver, aus dem Kreis Arnsberg nach Lüdenscheid, also dem Bezirk, in dem der VfK zur Zeit in der 1. Kreisklasse mit der 1. Mannschaft, in der 3. Kreisklasse mit der 2. Mannschaft und der Kreisliga (Jungen) spielt.

Grund für die bevorstehende Kooperation sei der Mitgliederschwund sowohl im VfK, als auch beim TTCV, der es beiden Vereinen immer schwerer mache, Spieler zu finden. Dabei werde es laut Goeke wohl dazu kommen, dass die VfK-ler in den Trikots der Volkringhausener spielen. Ein anderer Weg sei nicht möglich. Für einen geregelten Spielbetrieb in der neuen Saison sei es erforderlich, dass die Mannschaften bis Ende Mai feststünden.

Auf diese Neuerung reagiere der Gesamtverein mit seinen 111 Mitgliedern, indem er die Tischtennisabteilung beitragsfrei stelle.

Der VfK müsse als Ganzes kämpfen, um dem Mitgliederschwund und der Fluktuation etwas entgegen zu stellen. „Immer mehr Jüngere sind entweder durch die Schule zu sehr eingebunden oder haben genügend andere Alternativen, als bei uns einzutreten und sich zu engagieren“, betonte der 2. Vorsitzende Torsten Klein.

Dieser leitete jetzt für den erkrankten Vorsitzenden Egbert Herrman die Jahreshauptversammlung. Dabei wies er auch darauf hin, dass demnächst ein neuer Vorsitzender gesucht werden müsse. Aktuell sehe es so aus, dass Herrmann sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen werde. Seine Wahl stehe in einem Jahr an. Zu kurzfristig sei diese Nachricht für den Vorstand gekommen, um diesen Punkt in die Tagesordnung aufzunehmen. Und weil auch nun kein Antrag auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit diesem Tagesordnungspunkt gestellt wurde, bleibe vorerst alles, wie es ist.

Im VfK gibt es noch die Volleyballabteilung, für die Abteilungsleiter Frank Fillinger seinen Bericht abgab. Er stellte ihn unter das Motto „Ein Jahr der Veränderung“, denn mit zwei neuen Trainerinnen stiegen die Damen zwar in die Kreisklasse ab, behaupten sich dort aber auf dem 3. Platz. Inzwischen seien die Volleyballer jedoch bereits wieder auf Trainersuche: „Wir möchten gerne wieder eine Damenmannschaft in der Kreisklasse anmelden.“ Die jüngste Abteilung (elf bis 14 Jahre) bestehe nicht mehr; viele Mitglieder wanderten zum Sorpesee ab.

Neueste Abteilung sei das „Kinderturnen“, nach den Herbstferien eingeführt. Kursleiterin Petra Schaaf habe an jedem Turntag 13 bis 20 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren vor sich.

Angepasst würden die Beiträge, um, so der 2. Vorsitzende, einen ausgeglichenen Kassenbestand bei steigenden Verbandsabgaben und Hallenmieten vorweisen zu können. Erwachsene zahlen jetzt 60 Euro im Jahr (bisher 40 Euro), Kinder und Jugendliche 40 Euro (zuvor 25 Euro). Nur der Beitrag der Passiven bleibt mit elf Euro unverändert.

Torsten Klein appellierte für die Zukunft des VfK an alle, sich zu engagieren. Dazu könne auch gehören, andere zum Probetraining einzuladen. Und mit Blick auf die Tischtennisspieler sagte er: „Eventuell wendet Ihr noch das Blatt.“

Von Julius Kolossa

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