Oktoberfest wirft mehr als 20.000 Euro ab

Eine stolze Summe ist bei dem Oktoberfest zusammengekommen, das die St. Sebastian-Schützenbruderschaft Balve vor zwei Wochen veranstaltet hat. Das Geld ist für die schwer erkrankte Ehefrau von Maik Heinrich (3.vl.) bestimmt.

Balve - „Ich bin überwältigt“, sagte Maik Heinrich am Freitag, als ihm der Vorsitzende der St. Sebastian-Schützenbruderschaft, Engelbert Prinz von Croy, das Ergebnis des Oktoberfestes mitteilte: 20.175 Euro. Diese Summe wird von den Schützen auf ein Treuhandkonto überwiesen, mit dem Therapien für die nach einem plötzlichen Hirnbluten zu einem Pflegefall gewordene Carmen Heinrich finanziert werden sollen.

„Danke im Namen meiner Frau sage ich dem Organisationsteam“, lobte Maik Heinrich neben Engelbert Prinz von Croy auch Ralf Schlotmann, Oliver Lenk, Christoph Rapp und Thomas Scholz. Jedem der etwa 120 Helfer, die diesem Quintett in der Höhle zur Seite standen, haben die Heinrichs beim Oktoberfest persönlich gedankt.

Das Fest hatte die Erwartungen der Organisatoren übertroffen: alle 1000 Eintrittskarten waren schon Wochen vorher verkauft worden Es gab wenig zerbrochene Gläser und einen friedlichen Ablauf. Der Malteser Hilfsdienst musste nur einmal zur Tat schreiten, und dies auch nur, um einem Helfer die Lederhose zu flicken. Komplett abgeräumt wurde das Büffet des Catering-Services Lehmann und der Metzgerei Jedowski, ab 23 Uhr waren die eingelagerten 21 Hektoliter „Bayreuther Hell“ verzapft worden. Aus den Zapfhähnen flossen dann bis zum Ende noch 6,5 Hektoliter Veltins. Und von den mehr als 30 Cocktail-Sorten waren da nur noch sieben übrig. Nichts war mehr übrig von den Brezeln, die die Bäckerei Tillmann gespendet hatte, und von den Backwaren der Bäckerei Vielhaber.

Die Idee zu dem Motto „Schützen für Schützen“ war von Christoph Rapp gekommen. Umgesetzt werden sollte dieses dann zusammen mit den Garbecker Schützen, die allerdings aus terminlichen Gründen absagen mussten. Alleine entschieden dann die Balver Schützen, das Oktoberfest zugunsten von Carmen Heinrich zu veranstalten. Und als diese Pläne dann in der Stadt die Runde machten, schlug den Schützenbrüder eine unterwartete Welle der Hilfsbereitschaft entgegen. „Wie können wir Euch unterstützen?“, lautete die am meisten gestellte Frage. Die Schützen selbst sorgten für eine warme Höhle – ein Beitrag, der sonst mit 3000 Euro berechnet werden müsste.

„Mit 800 Besuchern wären wir schon zufrieden gewesen“, stellte Ralf Schlotmann die anfänglichen Erwartungen dar. Auch 500 oder gar 1000 Euro als Gesamtergebnis hätten alle zufrieden gestellt. Dass aber mehr als 20 000 Euro zusammen kamen, war ein unbeschreiblicher Erfolg, an dem auch der Musikverein Lichtringhausen seinen Anteil hatte. Ursprünglich nur mit 15 Musikern in der Egerländer-Besetzung, hatten es sich schließlich 45 Mitglieder nicht nehmen lassen, mitzuspielen. Als „eine hochmotivierte Truppe“ bezeichnete Engelbert von Croy den Musikverein, der seit zwei Jahren auch die Festmusik beim Balver Schützenfest stellt.

Für das Organisationsteam ist die Arbeit beendet – wobei Ralf Schlotmann das Motto „Schützen für Schützen“ für gelungen hält und für das Team sprach: „Wir sollten den Gedanken nicht fallen lassen“, könnte er sich eine Neuauflage für einen anderen guten Zweck vorstellen.

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