Osterkerze entzündet Feuer in Balve

Insbesondere für die Kinder, unter anderem in Garbeck, waren die Osterfeuer ein großes Ereignis. - Foto: Kolossa

Balve - Behaglich warm war es rund um die Holzhaufen im gesamten Stadtgebiet, sodass es Jung und Alt lange aushalten konnten. Überall versammelten sich die Menschen um Osterfeuer herum, genossen die heimelige Atmosphäre.

Angezündet wurden die Feuer mit dem Licht der Osterkerze, so in Langenholthausen, wo Jugendliche mit Fackeln aus der St. Johannes-Kirche zur Schützenhalle marschierten. Dort unterhielt der Musikzug die zahlreichen Besucher, die sich um das Feuer scharrten, und zu späterer Stunde den Abend im Kaminraum ausklingen ließen.

In Garbeck fand zunächst eine kurze Andacht mit Pastor Jürgen Bischoff in der Pfarrkirche statt. Von dort aus machten sich die Teilnehmer auf zur Winterlyt, um das Feuer zu entfachen. Hierzu spielte der Musikverein „Amicitia“ Garbeck auf.

Und in Balve, Unterm Wachtloh, nahmen erstmals Mitglieder der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Balve (Ditib) an dieser Zeremonie teil. Özkan Güler, Vorsitzende des Ditib-Vereins, kam sofort mit den anderen Balvern ins Gespräch, mit Pfarrer Andreas Schulte wurde für ein Erinnerungsfoto posiert. „Es ist interessant, was für eine Tradition sich hinter dem Osterfeuer verbirgt“, sagte Güler. Er verfolgte zusammen mit den vielen Balvern den Ausführungen Pfarrers Schulte, der kurz auf die Bedeutung des Feuers einging: „Licht, das uns Hoffnung und Zuversicht schenken möchte, Licht, das anstecken möchte damals und auch heute, Licht, das Menschen über Jahre, Generationen und Kulturen verbindet, Licht, das uns den Funken übergibt.“

Viele Menschen bei Osterfeuer

Nach dem Anstecken des Holzstoßes, dem ein Choral, gespielt vom Jugendorchester des Musikvereins Balve voranging, schloss sich der gemütliche Teil an. Davon ließen sich die Balver auch durch das dieses Jahr ziemlich heftig qualmende Feuer nicht abbringen. Zufrieden waren alle Veranstalter, auch in Eisborn, wo bereits am Samstag traditionell Osterfeuertag war, ausgerichtet von der Dorfgemeinschaft. Das Feuer wurde wieder von Gästen der „Antoniushütte“ entzündet.

Von Julius Kolossa

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