OGS Balve: Neues Konzept wird vorgestellt

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Nur wenige Eltern nahmen an der Info-Veranstaltung zur OGS Balve teil.

Balve -„Tragen Sie diese Informationen nach draußen – machen Sie Werbung für unsere Ganztagsbetreuung“, bat Fachbereichsleiter Michael Bathe seine Zuhörer am Donnerstag.

Er informierte Eltern, deren Kinder an der Offenen Ganztagsbetreuung in Balve teilnehmen, die ab dem 1. Oktober in die Trägerschaft der Stadt übergeht. „Ich hatte mehr Teilnehmer erwartet“, sagte er zu den Vätern und Müttern in der Aula der Grundschule. 227 Einladungen seien verschickt worden, 16 Teilnehmer waren dabei. 

Es ging um die neuen Strukturen, die sich auch auf dem Konto der Eltern bemerkbar machen werden. Ab sofort wird der Beitrag nach dem Jahreseinkommen berechnet, und reicht von Beitragsfreiheit (Verdienst unter 17 000 Euro) bis zu einem Beitrag von 180 Euro (mehr als 75 000 Euro). Diese Staffelung sei vom Ministerium so vorgeschrieben, berichtete Cindy Korte, Juristin der Stadt Balve. 

Vorgeschrieben sei zudem eine räumliche Trennung der Kinder, die bis 13 Uhr betreut werden und der OGS-Kinder. Zudem gebe es für die erstgenannte Gruppe nun kein Mittagessen mehr. An dieser Stelle gab es reichlich Diskussionsbedarf seitens der Eltern, die das bisherige Essens-Angebot auch weiterhin nutzen wollen. Darüber werde im Rathaus noch einmal gesprochen, beruhigte Bathe die Erziehungsberechtigten. Fest stehe aber, dass es im Rahmen der 13-Uhr-Betreuung keine Hausaufgabenbetreuung mehr geben werde. 

Während der Herbstferien werde weiterhin eine Ferienbetreuung angeboten; ebenso während der Sommerferien. Ob diese wie bisher in den ersten drei Wochen stattfinde, müsse die pädagogische Leitung mit den Verantwortlichen der Kitas absprechen. 

Auf die Suche nach einem solchen Leiter mit sozialpädagogischen Ausbildung mache sich die Stadt mit einer Stellenausschreibung. Im Rahmen einer weiteren Informationsveranstaltung werde sich die betreffende Person dann vorstellen. Von 227 Balver Grundschülern seien bisher 20 für die Ganztagsbetreuung bis 16 Uhr, 35 für die Betreuung bis 13 Uhr angemeldet worden. „Bis 16 Uhr könnten 50 Kinder durchaus realistisch sein“, hofft Grundschulleiterin Birgit Heckmann auf eine große Resonanz. Im Gespräch mit den Verantwortlichen anderer Ganztagsschulen habe sie erfahren, dass diese aus allen Nähten platzten. 

Das Pädagogische Konzept in Balve werde mit dem neuen Leiter erstellt und an die Bedürfnisse vor Ort angepasst. Anmeldungen für die 13-Uhr- und 16-Uhr-Betreuung werden ab sofort unter Tel. 0 23 75 /40 51 entgegen genommen. Für die Stadt sei die neue Trägerschaft zunächst ein Zuschussgeschäft. Michael Bathe und Cindy Korte erklärten, dass stetig in die OGS investiert werden müsse. 

Mit Blick auf die Zukunft des Schulzentrums wies Michael Bathe auf die bevorstehende Änderung hin: Die Realschule wird ab 2017 einen Hauptschulbildungsgang anbieten (wir berichteten). In diesem Jahr gab es noch 133 Viertklässler, im nächsten Jahr seien es nur noch 98. Eingeschult würden 76 Kinder. 

Eine Info-Veranstaltung zu den Veränderungen in der Realschule ist für Dienstag, 29. November, ab 19.30 Uhr in der Aula des Schulzentrums geplant.

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