Banker Anton Lübke geht in den Ruhestand

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Bei der Feierstunde nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich persönlich von Anton Lübke (rechts) zu verabschieden.

Balve - „Sogar der Himmel weint“, bemerkte Kai Hagen, Vorstand der Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis, bei der Abschiedsfeier für den in den Ruhestand gehenden Anton Lübke (63). Lübke blickt auf 45 Berufsjahre im Sparkassenverbund zurück, 35 Jahre davon verbrachte er in Balve. Mit seinen Eintritt in den Ruhestand will Lübke jetzt viel Energie in sein Hobby, das Impulswandern, stecken.

Dass mit seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben dieser Mann fehlt, stellten die 100 Gäste, darunter Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Hubertus Mühling, durch ihre Anwesenheit unter Beweis. „Balve war die beste berufliche Entscheidung, die ich in meinem Leben getroffen habe“, blickte Anton Lübke zurück. Zuvor war er gelobt worden als guter Geschäftsfreund, Freund und Partner, aber auch als gut zuhörender Kollege. Nach seinem Arbeitgeber trat der Bürgermeister ans Mikrofon. Der erste private Kontakt sei 1996 entstanden, und zwar mit der Baufinanzierung, beruflich sei die Zusammenarbeit 15 Jahre lang geprägt gewesen. Anton Lübke sei aber durch seine Repräsentanz nicht nur „Mr. Sparkasse“ gewesen, sondern eher ein Partner für Vereine, Institutionen und die Stadt selbst. Den Aufbau von „Stadtmarketing“ habe er ebenso begleitet wie die „Balver Gutscheine“. Hubertus Mühling schloss mit einem „Dank für viele schöne Schützenfest-Montage“; diese Tradition, unter der Vogelstange auf jedem Schützenfest ins Gespräch zu kommen, so versprach Kai Hagen, soll auch zukünftig fortgesetzt werden. Für das Kolpingforum meldete sich Engelbert Falke in einem Brief zu Wort, indem er betonte, dass sich Lübke für Stadt und Gemeinwesen eingesetzt habe.

Der auf solch vielfältige Weise geehrte Banker nutzte das „letzte Wort“, um „Anton Lübke zu erden.“ So habe nach der Wiederholung der 10. Klasse der Rektor zu ihm gesagt: „Knabe Lübke, du gehst zur Sparkasse.“ Als 13. und letzter Auszubildender lernte Lübke 1970 in der Verbandssparkasse Neheim-Hüsten-Sundern. Am 1. April 1980 wechselte er nach Absprache mit Hubert Hahn nach Balve. Dort war er zunächst Kreditsachbearbeiter, und wurde während der Fusion zur Vereinigten Sparkasse Vertreter des Vorstandes und zugleich Regionaldirektor. In der Hönnestadt hätte er verlässliche, fleißige und bescheidene Kollegen und Kunden kennengelernt.

Zum großen Finale der Abschiedsfeier lud Andreas Weißmüller, Vorsitzender vom Musikverein Beckum auf den Drostenplatz ein, wo zum ersten Mal die Musikvereine aus Balve, Beckum, Garbeck und Langenholthausen zusammen spielten. Christoph Goeke leitete das Platzkonzert, das bei Anton Lübke auf uneingeschränkte Begeisterung stieß, hatte er doch selbst vor vier Jahren die Idee dazu gehabt. „Das hier ist gelebte Harmonie in Balve“, freute er sich. „Und es macht Lust auf Schützenfest.“

Für Anton Lübke ist der letzte Arbeitstag aber erst in zwei Wochen mit dem Antritt seines Urlaubs. Dann tritt Sebastian Richter aus Lendringsen seine Nachfolge an. Dieser ist zur Zeit noch für seinen alten Arbeitgeber tätig, und nahm deshalb nicht an der Feierstunde teil.

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