Anlieger der Dreikönigsgasse fürchten immense Kosten

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Heinz Friedriszik (Mitte), Sprecher der Anlieger der Dreikönigsgasse, und Bürgermeister Hubertus Mühling (rechts) sprachen im Rahmen der Ausschusssitzung für Umwelt, Planung, Bau über den möglichen Ausbau der Dreikönigsgasse.

Balve - Nichts gegen den geplanten Ausbau der Dreikönigsgasse an sich haben die Anlieger, betonte Heinz Friedriszik in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung, Bau. Aber sie stoßen sich daran, dass die Stadt von einer „erstmaligen endgültigen Herstellung“ ausgeht, und damit 90 Prozent der Kosten von den Anwohnern getragen werden müssen.

Friedriszik ist kein Ausschussmitglied, sondern einer der Anlieger und deren Sprecher. Ihm wurde Rederecht zugestanden, extra dafür wurde die Sitzung unterbrochen. Vorausgegangen war ein Gespräch mit ihm und Bürgermeister Hubertus Mühling. 

Alexander Schulte, Ausschussleiter, stellte daraufhin die Sitzungsunterbrechung zur Abstimmung, die zugestanden wurde. Da hätte ein Zuhörer bis dahin etwas mehr Geduld aufbringen müssen, denn nach den ersten 30 Minuten der Sitzung forderte er in der laufenden Sitzung lautstark aus dem Zuhörerraum, doch diesen Tagesordnungspunkt vorzuziehen. Er könne sich „keine langatmigen Dinger“ anhören.

„Kosten so gering wie möglich halten“ 

Seine Äußerungen stießen auf Unverständnis bei den Ausschussmitgliedern, zu denen auch der Bürgermeister gehörte. Als ihm dann von Alexander Schulte nahe gelegt wurde, den Saal zu verlassen, tat er dies mit dem Ausspruch, dass eine „Palaverbude“ nicht mehr gebraucht würde. 

Dafür nahmen sich alle Seiten dann Zeit, als die Fragen der Anlieger vorgetragen wurden. „Die Kosten so gering wie möglich halten“, sei das vorrangige Ziel, wie Heinz Friedriszik feststellte. Ob es preiswerter wird, die Parkflächen nicht zu pflastern, sondern nur, so sein Vorschlag, zu markieren, nahm der Ausschuss auf.

Ebenso, dass sich mit den nur noch verbleibenden sieben Stellflächen die Situation für Kurzzeitparker verschärfe. „Wir wollen nicht mit dem Kopf durch die Wand“, sagte er dazu. 

Kosten in Höhe von bis zu 40.000 Euro

Weil aber die Anlieger mit Kosten in Höhe bis zu 40.000 Euro rechnen müssten, solle gründlich abgewägt werden. Bei manchen Anliegern sogar mit rechtlicher Beratung – vor allem, weil nach Ansicht des Sprechers die Ersterschließung der Dreikönigsgasse längst erfolgt gewesen sei. Demnach würde der Verteilungsschlüssel, mit dem die Stadt zur Kasse bittet, zugunsten der Anwohner erstellt werden. 

Bürgermeister Hubertus Mühling wies darauf hin, dass laut Aktenlage noch kein endgültiger Ausbau vorliege. Er versprach, sich dieses Themas noch einmal anzunehmen. Keine Angaben machen konnte er aber zu den Bausummen. 

Erst nach der Ausschreibung im kommenden Jahr würden die Beitragsbescheide versendet. Kein Anlieger würde damit allein gelassen, beruhigte das Stadtoberhaupt. Jeder könne sich im Rathaus darüber beraten lassen.

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