Flüchtlingsunterbringung bleibt vorerst noch entspannt

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Die Nutzung der Murmke-Turnhalle als Flüchtlingsunterkunft soll keine Dauerlösung sein.

Balve - Mit „zur Kenntnis nehmen“ gaben sich die Ratsmitglieder am Mittwoch nicht zufrieden, als Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke die aktuellen Flüchtlingszahlen präsentierte.

273 Kinder, Frauen und Männer sind in Balve untergebracht – sechs weniger als am 2. März dieses Jahres. Gründe für diese zurückgehende Zahl seien freiwillige Rückreisen in Heimatländer und Familienzusammenführungen in anderen deutschen Städten. Angesichts dieser Entwicklung fragte Lorenz Schnadt (UWG), wann denn endlich die Murmke-Turnhalle wieder für Schul- und Vereinssport freigegeben werde:

„Wir sind im Wort bei Kindern, Eltern und Vereinen.“ Zwar hat sich der Sport in andere Turnhallen verlagert, doch kann die Nutzung der Murmke-Halle keine Dauerlösung sein. Die Unterbringung hier sei, so Schnadt, außerdem nicht adäquat. Der UWG-Fraktionsvorsitzende stellte fest, dass der Stadt auf Dauer ein größeres Gebäude fehle. Zustimmung gab es dafür von Bürgermeister Hubertus Mühling, der auf Suchmaßnahmen von Haus Krüdewagen bis ins Gewerbegebiet hinwies.

Immer wieder sei aber die Stadt an planungsrechtliche Grenzen gestoßen. Weh getan hätte seinerzeit der Wegfall des ehemaligen Schwesternwohnheims, für das bis heute kein gleichwertiger Ersatz gefunden wurde. Auch wenn sich die Flüchtlingssituation zur Zeit entspannt habe, sei doch ab April wieder mit neuen Zuweisungen zu rechnen.

Inzwischen werden zehn Großstädte in die Pflicht genommen, die bisher zu wenige Flüchtlinge aufgenommen haben. Die Neuen werden dann wieder in der Murmke untergebracht. Maximal 56 Männer finden hier Platz, aktuell wohnen 29 aus etwa acht Nationen hier.

„Nicht aussitzen“, soll die Stadt diese Frage, mahnte Lorenz Schnadt. Vielmehr soll die Verwaltung in der nächsten Ratssitzung im Mai eine Lösung mit Alternativen vorstellen, um diese Turnhalle so schnell wie möglich wieder für den Sport zu öffnen.

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