Arbeitsmarktgespräch bei der Garbecker Firma Rickmeier

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Zum Gespräch rund um das Thema Ausbildung trafen sich bei der Garbecker Firma Rickmeyer Cay Schmidt (Fraktionsvorsitzender SPD-Balve), Christiane Schulz (Geschäftsführende Gesellschafterin bei Rickmeier), Karin Käppel (Leiterin der Iserlohner Arbeitsagentur), Gudrun Schmitz-Raphael (Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur-Iserlohn und Inge Blask (MdB).

Balve - Das alljährliche Gespräch mit der Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur, Karin Käppel, und einem Landtagsabgeordneten fand am Donnerstag bei der Firma Rickmeier statt.

Zum Austausch mit der Geschäftsführenden Gesellschafterin Christiane Schulz kamen die SPD-Abgeordnete Inge Blask, der Balver SPD-Fraktionsvorsitzenden Cay Schmidt und Gudrun Schmitz-Raphael, Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur-Iserlohn. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema Ausbildung. 18 Auszubildende in fünf Berufen beschäftigt das seit 1914 bestehende Unternehmen, das sich auf Pumpenfabrikation nach Kundenauftrag spezialisiert hat. 228 Mitarbeiter sind insgesamt in den unterschiedlichsten Bereichen tätig, „alles Facharbeiter, keine Angelernten“, betonte Christiane Schulz bei dem Treffen.

Um zukunftsfähig zu bleiben, werde allen Auszubildenden eine 100-prozentige Option auf Weiterbeschäftigung nach dem Ende der Lehrzeit angeboten. Nicht unbemerkt bleibe jedoch der demografische Wandel auch bei diesem Unternehmen, gingen vor einigen Jahren noch über 100 Bewerbungen ein, sind es jetzt nur noch 50, so die Geschäftsführende Gesellschafterin, die betont, dass Rickmeier gerne auch die Balver Hauptschüler nehme. Die hätten ebenfalls ein gutes Ausbildungsniveau. Ihre zukünftigen Lehrlinge machen bereits erste Berufserfahrungen in den verschiedensten schuleigenen Praktika.

Viele Stellen unbesetzt

Allerdings sei heute, so Christiane Schulz, der Trend „Mach den Meister“, also die Entscheidung für ein Studium erkennbar, denn immer weniger Jugendliche würden sich für eine Ausbildung entscheiden. Dabei stünden die Chancen auf einen Ausbildungsplatz so gut wie selten zuvor: „Wir haben seit zwei Jahren einen Bewerbermarkt“, betonte Karin Käppel. Seit vielen Jahren stünde nach wie vor Büro- oder Industriekaufmann auf den ersten Plätzen der Wunschliste der Jugendlichen. In der Region stünden 131 unbesetzten Stellen 116 Bewerbern entgegen. Zur Zeit laufe die Nachvermittlungsaktion der Agentur für Arbeit.

Eigene Wege geht im September die Firma Rickmeier in Garbeck mit einem eigenen „Tag der offenen Ausbildung“. Ergänzend zur Ausbildungsmesse in Hemer soll vor Ort eine eigene Veranstaltung durchgeführt werden. Werbung dafür soll an den Schulen in Balve, Sundern, Menden, Iserlohn und Altena gemacht werden.

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