Volkringhausener Schützen rechnen ab: Stimmung war gut

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Der Vorstand der Volkringhausener Schützen rund um Schützenbrudermeister Stephan Neuhaus (stehend).

Volkringhausen - Volkringhausens Schützenbrudermeister Stephan Neuhaus fasste während der Abrechnung am vergangenen Freitag das Schützenfest so zusammen: „Es war ein schönes, harmonisches und teilweise aufregendes Fest, das wir feiern durften.“

Und dass dabei noch ein Gewinn eingefahren wurde, hörten die 56 Teilnehmer – darunter 16 Jungschützen – gerne. Aber die dreistündige Schießpause sitzt immer noch tief im Gedächtnis.

„Warum war das so schleppend?“, fragte Stephan Neuhaus, der ebenso wie die Schützen darauf keine Antwort wusste. Auf dieses seit mehreren Jahren in Volkringhausen auftretende Phänomen, das sich am Montag nur noch wenige Königsanwärter finden lassen, die sich dann auch noch Zeit lassen, wurde im Herbst 2012 mit einer außerordentlichen Mitgliederversammlung nur zu diesem Thema reagiert.

„Warum war das so schleppend?“ – Zu lachen hatten die Volkringhausener Schützen bei ihrer Abrechnung des Schützenfestes nichts.

Mit seinerzeit 31 Teilnehmern wurde ein Maßnahmenpaket beschlossen, das die Erhöhung der Königsprämie, einen Zuschuss für die Ausrichtung des Kinderschützenfestes von der Schützenbruderschaft, die Bezahlung des Vogels durch diese sowie eine größere Beteiligung des Hofstaats an den Tischkosten beinhaltete. Dass sich bei all dieser finanziellen Unterstützung für den König die Schützen nach wie vor so schwer tun, den Vogel abzuschießen, lässt alle rätseln.

Zeit dafür soll in der Jahreshauptversammlung eingeräumt werden, denn, so der Tenor der Versammlung, mit diesem grundsätzlichen Problem soll das Dorf keinen Schiffbruch erleiden – als erste Schützenbruderschaft im Stadtgebiet ohne neuen König.

Stephan Neuhaus nahm diesen Arbeitsauftrag mit, ebenso den Auftrag, sich um einen neuen Karusselbetreiber zu kümmern. Dem bisherigen war der Umsatz zu gering geworden. Für Umsatz in der Kasse der Schützen sorgten dagegen die Besucher, die einen Gewinn in Höhe von 878,59 Euro bescherten.

Wichtige Einnahmequelle war der für alle verbindliche Eintritt am Samstag (1256 Euro). An Bier wurden 38,2 Hektoliter (minus 3,5 Hektoliter) getrunken. Gefehlt hat die dritte Kapelle im Festzug. Mehr als 20 erfolglose Anfragen hat der Brudermeister getätigt, im nächsten Jahr soll ein neuer Versuch gestartet werden: „Wir dürfen uns nicht kaputt sparen, denn der gute Ton lockt die Besucher.“

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