6000 Schüler in 50 Jahren

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Ingrid Eckhardt und Charly Grote wurden durch die Schülersprecher Hannah Kischporski und Fabian Klinker ausgezeichnet. Die beiden hatten 1997 den Förderverein der städtischen Realschule ins Leben gerufen.

Balve - Die Schulfamilie versammelte sich am Donnerstag in der Aula, um am Festakt zum 50-jährigen Bestehen der städtischen Realschule teilzunehmen. Ehemalige Schüler und Lehrer, das aktuelle Kollegium sowie Pädagogen anderer Schulen, langjährige Förderer und Unterstützer sowie Politik und Verwaltung blickten auf die Vergangenheit zurück.

Dabei kam es zu einer Begegnung der besonderen Art: Der ehemalige Deutschlehrer Hubertus Wycik gab nach seinem Blockflötensolo „Summertime“ das Mikrofon weiter an seinen ehemaligen Schüler – den heutigen Bürgermeister Hubertus Mühling.

Dieser lobte, dass die Schule, ein fester Bestandteil im Leben von Generationen aus Balve und Neuenrade sei. Sie hätte sich einen guten Ruf erarbeitet.

Auch Landrat Thomas Gemke stellte den Stellenwert dieser weiterführenden Schule für Balve heraus; diese sei nicht mehr wegzudenken aus der Bildungslandschaft. Dort würde Rüstzeug für Studium und Ausbildung vermittelt. Eine Zukunft bestünde, wenn die Stadt dahinter stehe.

Schulpflegschaftsvorsitzende Stefan Buff lobte insbesondere die Wahl von Nina Fröhling zur Schulleiterin. Die erfolgreiche Arbeit machte dann Fördervereinsvorsitzender Martin Skiba an Zahlen fest: Seit der Gründung am 15. Mai 1997 durch Ingrid Eckhardt und Charly Grote seien 201 000 Euro für Projekte zusammengekommen. 91 785,13 Euro gingen bisher an Mitgliederbeiträgen ein, an Spenden kamen 112 500 Euro zusammen. Die Schülersprecher Hannah Kischporski und Fabian Klinker zeichneten dann noch Eckhardt und Grote für die Vereinsgründung aus.

Schulleiterin Fröhling verglich die Schule mit einem „Best-Ager“. Insgesamt 6084 Schüler hätten die Bildungseinrichtung bisher besucht. Gestartet wurde am 22. April 1965 in der ehemaligen Winterschule mit 60 Schülern und vier Lehrern. Im heutigen Schulzentrum finde der Unterricht seit dem 8. August 1968 statt. Die Schule versuche, „Chancengleichheit zu schaffen durch die Förderung benachteiligter Kinder“, stellte sie dar.

In den vergangenen 50 Jahren hätte sich aber eins nicht geändert: Lernen sei mühselig und nicht immer seien Kinder freiwillig dazu bereit. Deshalb werde der Unterricht lebensnah gestaltet und das Klassenzimmer auch mal gegen außerschulische Lernorte eingetauscht. Außerdem ziehe die Technik in die Schule ein.

Fröhling beendete ihre Rede mit der Frage: „Werden wir noch 60?“. Sie gab selbst mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupery die Antwort darauf: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“

Für das Rahmenprogramm sorgten Theater-AG und Schulband; erstmals wurde der neu von den Schülern produzierte Imagefilm der Städtischen Realschule vorgeführt.

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