34-jährige Balverin muss sich vor dem Amtsgericht Menden verantworten

Geld vom Konto der Schwägerin abgehoben

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Balve - Unter falschem Namen – unter anderem dem der Schwägerin – und unter Verwendung gefälschter Ausweises soll eine 34-jährige Frau aus Balve Kreditkarten beantragt und damit insgesamt 2416,68 Euro vom Konto ihrer Schwägerin abgehoben haben.

Am Montag musste sich die zweifache Mutter dafür wegen Betrugs und Urkundenfälschung vor dem Amtsgericht Menden verantworten. Dort hüllte sich die Angeklagte zunächst in Schweigen. Dafür hatte die Schwägerin umso mehr zu berichten. Am Hochzeitstag ihrer Eltern habe sie Geld abheben wollen. Dabei seien ihr unerklärliche Abhebungen aufgefallen.

Von der Bank erfuhr sie, dass die Summen mit einer Kreditkarte auf ihren Namen abgehoben worden waren. „Ich hatte noch nie eine Kreditkarte“, gab die 29-Jährige an. Bei der Zurückverfolgung der abgeschlossenen Kartenverträge gelangte die Zeugin an eine Adresse in Balve – die der Angeklagten. Diese identifizierte die 29-Jährige am Montag auf Bildern einer Überwachungskamera vom Abhebevorgang am Geldautomaten. Die mutmaßlich gefälschten Ausweise mit den Fotos der Angeklagten und der Schwägerin hatten Polizeibeamte in der Wohnung eines Mannes sichergestellt. Diesen Mann, so die Schwägerin, kenne die Angeklagte von der Schule. Die Kontonummer der Schwägerin habe die Angeklagte von früher. Ihr Ehemann habe sich um die Steuererklärung der Schwägerin gekümmert.

Nach einer kurzen Pause entschloss sich die Angeklagte am Montag, doch noch zu reden. Nicht sie, sondern ihr Ehemann habe die Taten begangen. Sie habe ihn nur bei der Abhebung des Geldes begleitet. Sie habe keine Ausweise gefälscht. Da die Kreditkarten online beantragt worden waren, musste der künftige Karteninhaber mit einem Ausweis zur Post, um dort seine Identität zu beweisen. Laut Vorwurf hatte die Angeklagte dort die gefälschten Ausweise benutzt. Sie sei nie bei der Post gewesen, erklärte die Balverin.

Aufgrund vieler Zweifel gab es im Amtsgericht noch kein Urteil. Am 2. Mai wird der Prozess mit einem Mitarbeiter der Post als Zeuge fortgesetzt.

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