15.000 Euro für Waldwege: „Kein Luxus, sondern nötig“

+
Von links: Revierförster Richard Nikodem und Ulrich Conze von der Firma Knoche stehen vor dem Gräder.

Leveringhausen - Die 15.000 Euro für die Instandsetzung auf dem Alten Leveringhauser Weg seien kein Luxus, sondern vielmehr dringend erforderlich gewesen, sagte Revierförster Richard Nikodem.

Über 20 Jahre sei die vergangene Maßnahme her gewesen – in dieser Zeit habe sich Schotterfläche auf dem parallel zur K11 zwischen Garebck und Leveringhausen verlaufenden Weg immer mehr aufgelöst, so dass es dort stets matschiger wurde.

Darüber ärgern sich die Wanderer, Mountainbiker, Geocacher und Reiter, die den Wald als Kulisse für ihre Freizeitgestaltung ansehen. Dabei werde aber vergessen, dass es sich bei diesen Wegen um Wirtschaftswege handelt, die für die Holzernte genutzt werden, erklärte der Revierförster.

Duldung trotz Unverständnis

Bezahlt würden die Wege von den Waldbesitzern, die diese seit der Einführung des Waldbetretungsrechtes in den 1970er-Jahren für die Freizeitnutzung zur Verfügung stellen müssen. Dies würde geduldet, obwohl die Ansprüche der Waldbenutzer bei vielen auf Unverständnis stoßen.

Jetzt handelte die Forstbetriebsgemeinschaft Balve überwiegend in eigenem Interesse und beauftragte die Arbeitsgemeinschaft Trippe/Knoche aus Schmallenberg mit der Instandsetzung einiger besonders schlechter Wegeabschnitte.

Die ersten Schritte der Instandsetzung

In einem ersten Schritt wurden die Wegeränder freigemulcht. Dann kam der Gräder zum Einsatz. Richard Nikodem erklärt die Arbeitsweise des großen gelben Gerätes:

„Damit werden Gras und Erde vom Weg abgeschoben und hinterher der neu aufgebrachte Schotter so gepresst, dass das Wasser möglichst schnell wieder abfließen kann.“

EU, Bund und Land fördern diese Maßnahme mit mehr als 50 Prozent. Insgesamt 25.000 Euro zahlen die Balver Waldbesitzer für die Wegeinstandsetzung in diesem Jahr.

Bevölkerung soll die Wege vorerst meiden

„Wir bitten die Bevölkerung, die Wege, auf denen gearbeitet wird, aus Sicherheitsgründen unbedingt zu meiden“, sagte Förster Nikodem. Und mit dem Abtransport des Gräders sei die Arbeit allein aber auch noch nicht getan: „Da es sich um wassergebundene Oberflächen aus Schotter handelt, müssen sich diese erst einmal setzen, damit die Oberfläche aushärtet.“

Pferdebesitzer dürfen diese Wege mindestens drei Monate nicht nutzen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare