Polizeibeamte werden speziell von Rennfahrern geschult

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Beamte in Zivil nutzen zur Verkehrsüberwachung das Provida-System. Hierbei befindet sich eine Kamera zum Filmen der Verkehrssünder über dem Vorderrad der Polizei-Motorräder.

Altena - Mit zunehmend besserem Wetter steigt auch die Anzahl der Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern, die in Altena und dem Märkischen Kreis unterwegs sind. Wie bei den Pkw-Fahrern fahren nicht alle Motorradfahrer vorbildlich. Die Polizei nutzt moderne Technik und den Dialog als Gegenmaßnahme.

Gerade mal etwa 25 Kilometer von Altena entfernt, zwischen Halver und Kierspe, schnappte am Dienstag ein in zivil gekleideter Polizeibeamter auf einem Motorrad einen Raser, der mehr als 100 km/h zu schnell unterwegs war. Mit 174, statt der erlaubten 70 km/h, war dieser unterwegs und wird nun für mindestens sechs Monate seinen Führerschein abgeben müssen.

Auch in Altena gelten die Straße zum Kohlberg sowie die L 692 als berüchtigte Raserstrecken, besonders für Motorradfahrer, die kräftig am Gashebel ziehen wollen. Diese seien oft noch schneller auf den Straßen unterwegs als die Autofahrer – und deshalb umso schwieriger einzuholen.

Deshalb nutzen auch die Beamten im Kreisgebiet große Motorräder, ausgestattet mit Filmvorrichtung, um gegen die Hobby-Rennfahrer Herr zu werden. „Die Beamten werden in der Eifel mit einem Fahrsicherheitstraining von Rennfahrern speziell geschult. Aber auch sie brechen Verfolgungen von Rasern ab, wenn die jeweilige Situation zu heikel und gefährlich wird“, sagt MK-Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski.

Mit zunehmend schönerem Wetter würden die Beamten auch vermehrt die Zweiradfahrer kontrollieren. Bei Delikten achten die Beamten nicht nur auf die Geschwindigkeit, sondern auch auf gefährliche und waghalsige Überholmanöver, die oft auch zu schweren Unfällen führen.

Auch präventiv, wie kürzlich im Hönnetal und in Lüdenscheid-Nord, sind die Beamten unterwegs: „Wir haben große Kontrollen durchgeführt, um gezielt den persönlichen Dialog mit den Motorradfahrern zu suchen. Auch mit realen Unfallbildern wollen wir die Kradfahrer vor den Gefahren des Rasens warnen“, erklärt Dietmar Boronowski.

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