Schüler werden zu Artisten

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Nach einigen Trockenübungen wird es ernst für die Feuerschlucker.

Altena - Sie hantieren mit offener Flamme und mit Glasscherben, oder sie turnen auf Leitern. Die Jungen und Mädchen der Grundschule Mühlendorf machen momentan so allerhand, was „man eigentlich nicht macht“. Und die Lehrer haben es ihnen sogar vorgemacht.

Schuld daran ist Zapp-Zarap. Das Zirkusprojekt aus Leverkusen gastiert für eine Woche an der Jahnstraße und übt mit den Junioren eine waschechte Zirkusvorstellung ein. Gut, Löwen werden nicht zu sehen sein, aber sonst wird alles aufgeboten, was zu einem circensischen Vollprogramm gehört: Von A wie Akrobatik bis Z wie Zaubern reicht die Liste der zwölf Gruppen, die verschiedenste Zirkusnummern einstudieren. Auch anspruchsvolle Einlagen wie Balancieren auf einer großen Kugel, Seiltanz und eine Fakir-Show gehören dazu. „Kannst Du nicht war gestern“ heißt – nicht von ungefähr – das Motto des Zirkusprojektes. Und es scheint etwas dran zu sein. „Da staunt man, was die Kinder alles machen“, meint Schulleiter Wolfgang Wilbers bei einem kleinen Rundgang durch die Klassenräume. Das Programm des Zirkus Zapp-Zarab ist anspruchsvoll und verlangt eine gewisse Fitness - und es verursacht auch mal ein blaues Knie. Wilbers berichtet von zwei Lehrern, die sich eigens für die Projektwoche Knieschoner angeschafft haben.

Jeden Tag haben die Schüler bis Freitag zu tun, sich ihr Programm anzutrainieren. Das Zirkusteam bleibt derweil in der Stadt und konnte in einer Wohnung der Baugesellschaft untergebracht werden. Dann wird es langsam ernst. Am Freitag steigt die Generalprobe. „Da brauchen wir schon ordentlich Publikum“ befindet der Schulleiter. Und hatte dazu eine schöne Idee. Die Grundschule hat die umliegenden Kindergärten eingeladen, der Generalprobe beizuwohnen. So werden die Mädchen und Jungen vom Kindergarten Knerling, von der Zwergenburg, von St. Matthäus und von St. Thomas Morus am Freitag zur Jahnstraße pilgern.

Für die Familien der Schüler gibt es dann am Freitag um 16 Uhr sowie am Samstag um 10 und 12 Uhr die Hauptvorstellungen.

Alle Klassen von eins bis vier sind ins Programm eingebunden. „Aber wir haben die Klassen für das Projekt aufgelöst. Die Zirkusarbeit findet also altersübergreifend statt. Das große Programm ist im Übrigen nicht ganz billig – 6000 Euro hat die Schule dafür aufbringen müssen. Das Geld wurde bei einem Sponsorenlauf und mit Hilfe weiterer Förderer zusammengetragen.

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