Auf Draht: Dieses Jahr ist alles anders

Dietmar Vogt und seine Ehefrau Ulrike bei der Wiederaufnahme der Proben.

Altena - Knapp sechs Wochen noch: Am 5. März feiert das Freie Theater Auf Draht mit dem Stück „Funny Money“ Premiere – und hat bis dahin noch 1000 Dinge zu erledigen.

Seit Oktober ruht wegen der überraschenden Schließung des Lennesteins die Probenarbeit. Am Sonntagmorgen trafen sich die Darsteller dann endlich einmal wieder: Ein „Durchlauf“ stand auf dem Programm. Das bedeutet, dass die Darsteller das Stück einmal von vorne bis hinten sprechen, noch ohne Bühne, Kostüme und auch noch nicht frei, sondern vom Blatt.

Eigentlich müsste die Gruppe schon viel weiter sein – aber durch den Umzug ins Thomas-Morus-Haus ist eine Fülle zusätzlicher Aufgaben und Arbeiten zu erledigen. „Wir mussten zum Beispiel eine Lichtanlage anschaffen“, erklärt Dietmar Vogt, der Vorsitzende des Theater-Vereins. Allein dafür seien Investitionen in vierstelliger Höhe erforderlich. Der Bühnenbau wird in diesem Jahr zunächst provisorisch erfolgen, ein Gerüstbauer soll für eine ausreichend große Spielfläche sorgen. „Ob es einen Vorhang geben wird, können wir noch nicht sagen – da sind wir noch in Gesprächen“, erklärte Vogt am Rande der Probe.

Der so kurzfristig erzwungene Umzug an eine andere Spielstätte sei eine riesige Herausforderung, auch finanziell. „Aber es ist auch spannend und es macht Spaß“, sagt Vogt – das ganze Team zeige sich in dieser Situation ausgesprochen engagiert. Außerordentlich dankbar sei „Auf Draht“ dem Förderkreis um Eckhard Kittendorf, der sich um das Thomas Morus-Haus kümmert und der bei den Vorstellungen die Bewirtung organisiert.

Alles steht und fällt jetzt damit, wie das Publikum auf den Umzug ins Thomas Morus-Haus reagiert. Dort wird sich (wenn vorhanden) am 5. März um 20 Uhr zum ersten Mal der Vorhang für „Funny Money“ heben – eine Komödie von Ray Cooney, in deren Mittelpunkt ein in der U-Bahn irrtümlich vertauschter Aktenkoffer steht. Statt seines angebissenen Schinken-/Käse-Sandwichs findet der Buchhalter Henry Perkins ganz unerwartet eine riesige Menge Bargeld in seiner Aktentasche. Das weckt einerseits Begehrlichkeiten, andererseits handelt es sich um die Beute eines Gangsters, der darauf nicht verzichten will. Man darf sich also wieder auf allerlei Irrungen und Wirrungen freuen.

Der Uraufführung folgen noch fünf weitere: 9. März, 11. März, 12. März, 18. März und 19. März. Der Vorverkauf startet Anfang Februar, Karten gibt es dann für zehn Euro bei Katerlöh, im Café Merz und im Versicherungsbüro Vogt.

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