Netzwerk Draht finanziert sich selbst

Eines von vielen Gesichtern im Netzwerk Draht: Markus Giese ist Vorsitzender des Zusammenschlusses von inzwischen mehr als 50 Betrieben und Institutionen.

Altena - Das Netzwerk Draht tritt in eine neue Phase ein: Die Förderung durch den Landeswettbewerb RegioCluster.NRW ist beendet, der Zusammenschluss von Unternehmen aus der Drahtbranche muss sich jetzt aus eigener Kraft finanzieren. Vorsitzender Markus Giese zeigt sich zuversichtlich, dass das gelingen wird.

„Rückschritt, aber kein Stillstand“ – diese Parole gab Giese am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung des Vereins aus. Man müsse jetzt zwar mit bescheideneren Mitteln auskommen und das Budget drastisch zusammenstreichen. Da der vor sechs Jahren gegründete Zusammenschluss von Unternehmen aus der Drahtbranche aber unvermindert auf Wachstumskurs sei, sei die Finanzierung der Branchentage aber auch zukünftig gesichert.

Diese Branchentage tragen in erheblichem Umfang zum Erfolg des Netzwerk Draht bei: Sie werden inzwischen regelmäßig von über 100 Fachleuten besucht, die von renommierten Referenten Neues zu branchenspezifischen Themen erfahren. Letztens stand das Thema Drahtreinigung an – eine Aufgabe, die wegen der hohen Anforderungen an die Qualität des Produktes zunehmend an Bedeutung gewinne, wie Giese aus seiner beruflichen Praxis berichtet. Das Netzwerk Draht führt er ehrenamtlich, sein Geld verdient er als Geschäftsführer bei Wagener und Co.KG am Hünengraben und beim ebenfalls dort ansässigen Drahtwerk Altena.

Ein zweiter, wichtiger Aufgabenbereich ist der Messestand, den das Netzwerk alle zwei Jahre auf der wire betreibt und der es den kleineren unter den Mitgliedsunternehmen ermöglicht, auf der wichtigsten Messe der Branche präsent zu sein. Sowohl der Messeauftritt als auch die Branchentage dienten übrigens auch dazu, Kontakte zu ermöglichen, sagt Netzwerkmanager Stefan Szkudlapski und berichtet, dass ein Unternehmen völlig überrascht gewesen sei, als es erst am Gemeinschaftsstand auf der wire erfahren habe, dass an der nur wenige Kilometer entfernten Fachhochschule ein echter Drahtfachmann unterrichte.

Gestartet ist das Netzwerk im Jahr 2009 mit knapp zwei Dutzend Mitgliedern. Damals wurde es teils belächelt, teils als Konkurrenz angesehen. Das sei überwunden, freut sich Giese und berichtet, dass die Mitgliederzahl jetzt bei über 50 liege und auch mancher größere Drahterzeuger aus Altena dabei sei.

Zum Erfolg habe wesentlich beigetragen, dass sich das Netzwerk sehr stark auf technische Fragen und auf die Nachwuchsgewinnung fokussiert habe. Damit beackere es Aufgabenfelder, die bis dahin mehr oder minder brach gelegen hätten, betont der Vorsitzende.

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