Ein "Wort der Ermunterung" zur Flüchtlingssituation

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Martina Espelöer

Altena - Mit einem „Wort der Ermutigung“ meldet sich Martina Espelöer, die Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises, zur aktuellen Flüchtlingssituation zu Wort.

Jetzt gelte es, sich nicht von den Ängsten verführen zu lassen, schreibt sie: „Christinnen und Christen stehen klar zur Flüchtlingspolitik der Humanität und stützen in dieser Hinsicht die Linie der Bundesregierung.“ 

Die Herausforderungen seien enorm und verbunden mit der Suche nach tragfähigen Lösungen. „Alle, die in diesen Wochen solche Lösungen suchen und versuchen den Menschenmengen der Hilfe suchenden Geflüchteten mit pragmatischer Hilfe zu begegnen, haben meinen höchsten Respekt: Alle ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und Netzwerke, die Kirchengemeinden, die Diakonie und auch etliche Moscheen, die freien Wohlfahrtsverbände, die Kreise und Kommunen“.

Es gehe bis an die Grenzen der Belastbarkeit, was sie selbst in etlichen Gesprächen in den Unterkünften in Iserlohn und Deilinghofen erfahren habe. Die Bereitschaft der Bevölkerung, dafür zu sorgen, dass das Willkommen nicht geschwächt wird, sei wichtiger denn je.

Die Stimmen derer, die Bedenken und Sorgen äußern, würden lauter. Sie teile die Frage nach einem planbaren Weg der Aufnahmeverfahren, sähe aber auch, dass die Antworten erst gemeinsam gefunden werden müssten.

Wörtlich schreibt Espelöer: „Die Frage danach, wie den Fluchtursachen begegnet werden kann, ist besonders drängend, aber auch besonders schwierig. Leider mischen sich mehr und mehr diejenigen darunter, die menschenverachtend gegen Fremde sprechen.

Jede Form der verbalen und tätlichen Gewalt wie sie in Altena mit dem gemeinen Brandanschlag geschehen ist, ist zu verurteilen“. Die Superintendentin appelliert, sich nicht abbringen zu lassen von ihrer Bereitschaft, hinzugehen und zu helfen; sich nicht abbringen zu lassen, für die Werte der Gastfreundschaft und des Teilens einzustehen; sich nicht abbringen zu lassen für die Humanität öffentlich das Wort zu ergreifen.

Deutschland habe bisher große Stärke bewiesen. Die biblische Botschaft stelle in dieser Situation „ein stabiles Geländer an unserer Seite auf, spricht von Nächstenliebe und Fremdenfreundlichkeit, sie spricht von der selbstverständlichen Hilfe für Männer, Frauen und Kinder in Not und einer Haltung der Barmherzigkeit, die wir selber in vergleichbarer Situation ebenso nötig hätten“. - eB

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