Klimaschutz-Workshops gehen weiter / Fortsetzungen geplant

Klimaschutz in Altenaer Unternehmen

Ein Beispiel für effizienten Energie-Einsatz ist ein Blockheizkraftwerk, wie es jüngst die Firma J. D. Geck in Betrieb genommen hat. Klimaschutz in Unternehmen war jetzt das Thema eines speziellen Workshops. Foto: Bender

Altena - Im Rahmen der Reihe von Workshops zur Aufstellung eines lokalen Klimaschutzkonzeptes hat es eine Werksbesichtigung am VDM-Standort Hünengraben gegeben. Gegenstand des Termins war Energieeffizienz für kleinere und mittlere Unternehmen.

Die anschließenden Vorträge und Gespräche im Sitzungssaal des Rathauses an der Lüdenscheider Straße bewerten sowohl Christian Esseling vom Aachener Beratungsbüro Adaption als auch der städtische Klimaschutzbeauftragte Jürgen Wagner als durchaus positiv. Vorgestellt wurden dabei sowohl die Überlegungen des SIHK-Netzwerkes zur Energie- und Ressourceneffizienz als auch die Angebote der Effizienzagentur NRW (EFA). Dass dabei erste Kontakte geknüpft und weitere Gespräche angebahnt worden seien, gilt bei den Organisatoren als Schritt in die richtige Richtung. Die Vorträge bewertet Jürgen Wagner im Übrigen als sehr gut.

„Klimaschutz passiert ja nicht nur durch die Stadt“, meint Wagner. Neben jedem einzelnen Haushalt seien schließlich auch die Unternehmen aufgerufen, etwas zum Klimaschutz beizutragen. Dazu können auch Netzwerke in der Industrie beisteuern. So hat sich die Effizienzagentur NRW auf die Fahnen geschrieben, dass bis zum Jahr 2020 rund 500 Energieeffizienz-Verbünde im Land entstehen sollen. Dabei gehe es um einen „systematischen Erfahrungsaustausch von Unternehmen aus einer Region oder Branche“. Diese Netzwerke sollen aus 8 bis 15 Unternehmen bestehen.

Die Effizienzagentur hatte zum Workshop einige interessante Zahlen mitgebracht. So ist nach einer Selbsteinschätzung von Betrieben im verarbeitenden Gewerbe eine durchschnittliche Materialeinsparung von etwa sieben Prozent möglich. Elf Prozent der Betriebe beziffern die mögliche Ressourceneinsparung gar auf über zehn Prozent. Seit dem Jahr 2000 gab es in NRW nach Angaben der EFA über 2000 Ressourceneffizien-Projekte im Mittelstand. Ein Anfang dazu ist wohl in der vergangenen Woche mit dem Unternehmens-Workshop gemacht worden. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es künftig jährliche Treffen geben soll.

Der nächste Workshop in der Reihe soll nun am 13. August stattfinden. Da es hier um Energieeffizienz in kommunalen Liegenschaften geht, hat diese Zusammenkunft eher internen Charakter. Ziel ist es an diesem Tag, zum einen aufzuzeigen, was bisher auf kommunaler Ebene geschehen ist, zum anderen Potenziale zu definieren, wo weitere Verbesserungen notwendig sind.

Die Ergebnisse der bisherigen und kommenden Workshops sollen in das kommunale Klimaschutzkonzept einfließen, dass Ende dieses Jahr oder zu Beginn des nächsten Jahres durch die Politik verabschiedet werden soll.

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