Discofox für Fortgeschrittene

Gute Laune mit zwei Profis: Klaus Lustig und Sarah Latton präsentierten 15 Paaren der Tanzschule Diembeck ihren Workshop „Latin meets Discofox“.

Altena - Eins, zwei, tipp und Schiebetür? Über dieses Stadium sind die Teilnehmer der Discofox-Kreise in Olaf Diembecks Tanzschule längst hinaus. Zeit also für neue Impulse – und die gab’s am Sonntag von Sarah Latton und Klaus Lustig.

Eigentlich sind die beiden Tanz-Profis ein ungleiches Gespann. Sie ist mehrfache Deutsche Meisterin in der Sparte Lateinamerikanische Tänze und er im Discofox. „Man sieht das eigentlich immer sofort, wenn Turnierpaare aus dem Bereich der Standard oder Latein Discofox tanzen“, erklärte Diembeck am Rande der Veranstaltung und meint das nicht unbedingt als Kompliment: Die bei Turniertänzern gefragte, doch eher sehr beherrschte Körperhaltung passt nicht unbedingt zum locker-lässigen Partytanz.

Andererseits: Ein bisschen Stil kann ja nicht schaden. „Wenn die Dame den Fuß leicht ausstellt, sieht das einfach besser aus“, erklärt Latton den 15 Paaren, die mit ihr und Lustig trainierten. Unter dem Motto „Latin meets Discofox“ führen sie Grundlagen und Elemente so zusammen, dass etwas ganz Neues entsteht.

„Altena-Figur“ nannten die Profitänzer die höchst anspruchsvolle Schrittfolge, die sie mit den Altenaern einstudierten. Dabei ging es auch darum, an Basics zu arbeiten, zum Beispiel an der Führung. Geführt wird mit dem ganzen Körper und nicht nur mit dem Arm, erklärte der Profitänzer und machte es gleich vor, indem er seine Partnerin mit einer lässigen Körperdrehung in die nächste Figur führte.

Klaus Lustig klingt nach Künstlername – aber der Mann heißt wirklich so. Und er machte seinem Namen alle Ehre. Es wurde viel gelacht in der Tanzschule über der Polizeiwache. Die beiden Profis kannten keine Berührungsängste, gingen locker auf ihr Publikum zu.

Diembeck bietet in seiner Tanzschule immer mal wieder solche Workshops an – nach seinen Lateinamerika- und Standard-Tänzern seien jetzt halt mal die „Discofox-Leute“ an der Reihe gewesen, erklärte er. Wie er ist auch Sarah Latton Mitglied im Bund Deutscher Tanzlehrer, man kennt sich von Kongressen. Als Diembeck von dem neuen Konzept der beiden Tänzer hörte, lud er sie kurzerhand ein.

Wie berichtet, ist die Tanzschule nach der Schließung des Lennestein in die ehemals vom Märkischen Tanzsportclub genutzten Räume im Stapelcenter umgezogen. Da ist zwar das Parkett erheblich besser, dafür ist es aber etwas enger. Mehr als 15 Paare können sich deshalb an den Workshops nicht beteiligen, was immerhin den Vorteil einer recht intensiven Betreuung hat.

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