Es wird Frühling auf dem Bau:

Große Baustellen gehen an den Start in Altena

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Das Abwasserwerk muss an der Linscheidstraße und auch an anderen Stellen der Stadt Regenüberläufe bauen.

Altena - Nicht nur morgendliches Vogelgezwitscher kündet vom Ende des Winters: Auch das Lärmen von Presslufthammern ist ein sicheres Indiz dafür, dass es Frühling wird.

Mit Ende des Winters nehmen die Tiefbauer nämlich auch in Altena mehrere größere Projekte in Angriff. Am augenfälligsten ist eine Maßnahme des Abwasserwerks, für die die Linscheidstraße in Höhe der Einmündung Friedhofstraße halbseitig gesperrt wird. Am Dienstag wurde die Baustelle eingerichtet, in den kommenden sechs Monaten wird dort ein Regenüberlauf errichtet. Nachdem das Abwasserbeseitigungskonzept fortgeschrieben wurde und in diesem Zuge auch neue hydraulische Berechnungen des Kanalnetzes vorgenommen wurden, muss das Abwasserwerk mehrere solcher Anlagen errichten lassen. Sie puffern Spitzen, die zum Beispiel nach Starkregen im Kanalnetz entstehen können, ab und verhindern damit, dass nach Unwettern Fontänen aus den Gullis schießen.

Fontänen aus den Gullis

An der B 236 geht die aufwendige Sanierung einer Stützmauer ihrem Ende entgegen.

Am anderen Ende der Stadt – am Ortsausgang in Richtung Werdohl – ist eine Baumaßnahme von Straßen NRW wieder aufgenommen worden, die bereits im vergangenen Jahr für Verkehrsbehinderungen sorgte.Eine uralte Stützmauer aus Bruchsteinen galt als nicht mehr sicher. Sie wurde deshalb mit Felsankern und Spritzbeton gesichert. Jetzt wird eine Reihe von Gabionen – also mit Steinen gefüllte Drahtkörbe – vor diese Wand gesetzt. Das habe nicht nur optische Gründe, versicherte gestern Michael Overmeier, Sprecher von Straßen NRW: Die vorgesetzte Wand schütze auch den Spritzbeton vor Witterungseinflüssen. Overmeier schätzt, dass die Arbeiten noch einige Wochen dauern werden. Solange kann der Verkehr diesen Bereich nur einspurig passieren. Gesperrt war am Dienstag auch der Halsknopf – was aber mit einer in diesem Bereich anstehenden, großen Baumaßnahme noch nichts zu tun hat. Der Netzbetreiber Vodafone lässt zurzeit im Bereich Altena ein leistungsfähiges Glasfaserkabel zur Datenübermittlung verlegen. Als Trasse wurde der Wirtschaftsweg zwischen dem Nettenscheid und dem Halsknopf gewählt, weiter geht es jetzt in Richtung Steinerne Brücke.

Richtung Steinerne Brücke

Der Halsknopf ist gesperrt, weil Vodafone ein neues Datenkabel verlegen lässt.

Noch nicht gestartet ist eine weitere Baumaßnahme, die nur wenige Anlieger betreffen wird, die aber ganz gewaltig: In den kommenden Monaten werden mehrere Versorgungsleitungen erneuert, die im Kohlhagener Weg liegen. Das geschieht in mehreren Abschnitten, durch die während der Bauarbeiten überhaupt kein Verkehr fließen kann. Schlimmer noch: Tagsüber dürfen zwischen der Nette und der Baustelle grundsätzlich kein Fahrzeuge am Straßenrand geparkt werden, weil die Baufahrzeuge sonst nicht durchkommen. Für die Anlieger bedeutet das weite Fußwege zu ihren Fahrzeugen – und wo sie die in der Nette parken sollen, weiß auch keiner so genau. Die Bauarbeiten sollen bis zum kommenden Winter erledigt sein. In ihrem Zuge wird auch die Fahrbahn der Straße erneuert. Dabei soll auf den Bau neuer Gehwege verzichtet werden. Stattdessen ist eine Art Mischfläche, die sowohl von Autos als auch von Fußgängern genutzt wird, vorgesehen.

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