Gegen Windräder: „Der Kohlberg wird ruiniert“

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Wilfried Bracht brachte am Sonntag, 9. Oktober,  beim Kohlberg-Treffen aller SGV-Abteilungen auf dem Gelände des Ehrenmals auch Plakate „Rettet den Kohlberg“ an und suchte das Gespräch

Altena - Der Dahler Wilfried Bracht, Mitbegründer der Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg e.V.“, lässt nicht nach. In seinem Bemühen, die Nachbarstadt Neuenrade und sogar die so genannte „hohe Politik“ doch noch zu einem Einlenken zu bewegen, investiert er nach wie vor viel persönliche Freizeit.

Am Sonntag, 9. Oktober,  nutzte der Dahler das traditionelle SGV-Kohlberg-Treffen, noch einmal auf den seiner Ansicht nach „Ruin der bisher unbelasteten Wald-, Wander- und Erholungslandschaft Kohlberg/Giebel“ durch die Ansiedlung von sechs riesigen Windkraftanlagen hinzuweisen. Nach dem offiziellen Totengedenken des SGV-Hauptvereins suchte Bracht vor Ort das Gespräch mit den zahlreich erschienen Naturfreunden des SGV und verteilte auch Info-Zettel. Zuvor hatte

Infozettel verteilt

er auf dem Gelände und dem Weg dorthin auch Hinweisbanner angebracht. In den verteilten Handzetteln hatten Bracht und die „Bürgerinitiative Retten den Kohlberg“ dezidiert dargestellt, „wie die Firma, die im Verbund mit der Stadt Neuenrade die Vernichtung des Kohlbergs mit aller Macht betreibt“, vorgeht. Zur Erinnerung: Geplant sind an diesem Standort sechs Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von je 207 Metern und einem Fußdurchmesser von je 13,70 Meter. Die Bezirksregierung Arnsberg hat mit Verfügung vom 20. September diesen Jahres den sachlichen

RP spricht Genehmigung aus

Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ der Stadt Neuenrade genehmigt. Bracht schrieb als Privatperson sowohl die Regierungspräsidentin in Arnsberg, als auch die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen an. „Ich möchte (...) meine Empörung über die Erteilung der Genehmigung für Windkraftanlagen auf dem Kohlberg/Giebel zum Ausdruck bringen. Mit der Genehmigung setzt sich die Bezirksregierung über alle bisher vorgebrachten stichhaltigen Argumente gegen die Ausweisung der Vorrangzone in Neuenrade hinweg“, schrieb er Diana Ewert. Bracht schreibt von „Willkürakten“ und moniert ebenfalls, dass durch gesetzliche Verhinderungsmechanismen kaum noch eine gerichtliche Gegenwehr möglich

Hilferuf an Landespolitiker

sei. Den Landtagspolitikern aller im NRW-Parlament vertretenen Parteien beschreibt er auf drei DIN A 4-Seiten „ein exemplarisches Beispiel für (...) rigoroses Vorantreiben des Baus von Windkraftanlagen ohne Rücksicht auf fundierte Einwände von Bürgern.“ Detailliert beschreibt er das Vorgehen am Ort und hofft darauf, „dass meine Ausführungen im Landtag wahrgenommen werden (...).“ Ob er die „baldige Antwort,“, die er einfordert, auch erhält?

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