Drei Brücken überprüft und für in Ordnung befunden

Ab in die Tiefe: Alle sechs Jahre muss die Stadt eine Hauptprüfung für ihre Brücken organisieren. Für die größeren muss dann ein solches Brückenuntersichtgerät geordert werden.

Altena - „Eine Rolle Flatterband liegt immer im Kofferraum“ – es ist tatsächlich schon vorgekommen, dass Christoph Wübker Brücken von eben auf jetzt gesperrt hat. Das muss er, wenn er bei einer Kontrolle entdeckt hat, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Wübker ist Bauingenieur und hat sich auf Bauwerksprüfungen spezialisiert. Am Dienstag war er in Altena, um drei der fünf städtischen Lennebrücken zu überprüfen. Unter die Lupe nahm er die Brücke zum Pragpaul, die Linscheidbrücke und die am Winkelsen. Fritz-Berg- und Pott-Jost-Brücke gehören dem Land und werden von Straßen.NRW untersucht. Für die Mittlere und die Steinerne Brücke war das „Brückenuntersichtgerät“, das am Dienstag eingesetzt wurde, wegen seiner Größe nicht geeignet.

Es standen so genannte „Hauptprüfungen“ an – die sind alle sechs Jahre fällig und können im Gegensatz von den jährlich vorgeschriebenen Sichtprüfungen nur von entsprechend ausgebildeten Fachleuten vorgenommen werden. Damit die auch ganz genau hingucken können, wird das Brückenuntersichtgerät zur Hilfe genommen. Es kann eine Arbeitsbühne direkt unter die Brücke schwenken, von der aus dann alle kritischen Stellen aus der Nähe betrachtet werden können. Von dieser Bühne aus konnte Wübker auch in das Innere der Linscheidbrücke krabbeln: Der Betonkörper ist innen hohl. Auch das wurde genauestens inspiziert.

Standsicherheit, Benutzbarkeit, Dauerhaftigkeit – das sind die drei Kriterien, um die es Wübker zu gehen hat. Vorgaben des Bundes regeln im Detail, wie eine Brückenprüfung vorzunehmen ist. Darin ist auch festgelegt, wann eine Brücke die Bestnote (Klasse eins) erhält und was bei Klasse vier (das ist die schlechteste Note) zu passieren hat.

Mit Altenas Brücken war Wübker ganz zufrieden – was eigentlich kein Wunder ist: Die Pragpaul-Brücke ist noch relativ jung, die Winkelsener wurde vor ein paar Jahren erst saniert. Den ein oder anderen Hinweis, worauf in den kommenden Jahren zu achten ist, konnte Marwin Berg, der für Brücken zuständige Tiefbauingenieur der Stadtverwaltung, aber doch entgegen nehmen.

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