TT-Markt und die Vollsperrung der B236

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TT-Markt-Geschäftsführer Markus Keitsch und Mitarbeiterin Brigitte Gebhardt. Dem insgesamt 14-köpfigen Team seiner Firma ist wichtig festzustellen, dass sie „immer, wenn auch eine gewisse Zeit mit Einschränkungen“, für den Kunden erreichbar sind.

Altena - Markus Keitsch, Geschäftsführer des TT-Markt GmbH Teppich und Tapeten aus der Werdohler Straße 174 in Altena, ist nach eigenen Worten mit seinem Team „gerüstet“. Gerüstet für die Straßensanierung der B 236, die das Unternehmen massiv treffen wird.

Wie berichtet, plant die Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßen.NRW die B 236 zwischen dem Wasserwerk Stortel und dem Ortseingang Altena-Buchholz zu sanieren. Betroffen ist ein 1,4 Kilometer langes Straßenstück, das ab dem 20. Mai in drei Bauabschnitte gestückelt wird.

Mehr zu der Vollsperrung lesen Sie hier:

B 236: Wochenlange Vollsperrung ab 20. Mai

Die wichtigste Botschaft von Markus Keitsch und seinem nunmehr 14-köpfigen TT-Markt-Team: „Wir sind immer – ich betone immer – zu erreichen.“ Selbst wenn die Straße für rund sechs Wochen komplett gesperrt wird, weil sie an einer Stelle für einen Baustellenverkehr zu eng wäre, „unsere Kunden müssen dann leider einen Umweg fahren, aber unser Geschäft bleibt erreichbar“, sagt der Kaufmann. Allerdings: Der Verkehr wird von Werdohl kommend über die B 229 in Richtung Lüdenscheid und dann von Lüdenscheid über die L 530 in Richtung Altena geführt.

Keitsch hat sich auch schon Gedanken gemacht, wie er den Kunden den Umweg schmackhaft machen kann. Deshalb bringt er eine Art Benzingeld ins Gespräch. „Die Kunden werden keinen Schaden haben“, verspricht Keitsch. Das sei nicht so aus dem hohlen Bauch heraus gesprochen, betont er. „Wir haben noch einmal Kontakt zum Landesbetrieb Straße aufgenommen und wissen, worüber wir reden.“

Dass die Hauptbauphase in den Sommerferien liege und damit in einer womöglich etwas kundenschwächeren Zeit, sei positiv. Doch man lebe vom Verkauf, baue zurzeit sogar noch die Verkaufsfläche aus. Die umfasst heute bereits mehr als 3000 Quadratmeter.

Die Bauabschnitte bedingen, dass nach der Vollsperrung mit Baustellenampeln gearbeitet und der Verkehr halbseitig geführt wird. „Das ist für uns dann immer noch ein Hemmnis, aber nicht mehr ganz so tragisch.“ Zurück zur Baumaßnahme selbst: Im Rahmen der Sanierung werden Betonrandbalken und die Fahrbahnbefestigung durch einen 26 Zentimeter starken bituminösen Aufbau ersetzt. Wie berichtet, wird vor dem Ortseingang Altena die vorhandene Stützwand durch eine vorgesetzte, so genannte Gabionenwand (Steinkörbe) ersetzt. Zudem wird in Richtung Werdohl im Bereich des bisherigen befestigten Bankettes eine Parkfläche errichtet.

Ein bisschen Magengrummeln hat das TT-Markt-Team aber allemal, wenn die Vollsperrung zwischen Mai und dem Ende der Sommerferien erfolgt und sich die weiteren Baumaßnahmen anschließen. Denn: So positiv die Erneuerung des Straßenteilstückes auch ist. Sie stößt vielen Bürgern auf, am Ort gibt es erheblich marodere Straßen. Dem Vernehmen nach ruft das Land NRW die Bundesmittel jetzt ab, weil sie sonst verfallen. Landstraßen dürfen damit nicht saniert werden. - Von Johannes Bonnekoh

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