Viel Arbeit am Burgberg in Altena

Die Macher: die Landschaftsarchitektin Alexandra Weber plante die Maßnahme und begleitete zusammen mit Wolfgang Graeber vom Gebäudemanagement des Kreises deren Umsetzung. Besonders stolz sind sie auf die Loreley.

Altena - Nachdem der Park am Burgberg Mitte des 19. Jahrhunderts fertiggestellt war, kümmerte sich niemand so richtig um die Pflege. Ergebnis: Von der Landschaftsarchitektur des Maximilian Friedrich Weyhe war schon bald nicht mehr viel zu sehen.

Das soll nicht noch mal passieren: Dieses Jahr wird wieder gerodet am Burgberg. Am Rande einer Begehung des in Teilen rekonstruierten Weyhe-Parks erklärte Wolfgang Grueber vom Fachdienst Bauen des Märkischen Kreises gestern, dass der Hang zwischen Innenstadt und Feste in drei Abschnitte geteilt ist. Jedes Jahr wird einer davon freigeschnitten. Es sei gar nicht so einfach, dafür Unternehmen zu finden, erklärte Graeber – das Gelände ist so steil, dass die Arbeiter teils am Seil gesichert werden müssen.

Dass der Burgberg inzwischen Brombeeren allerbeste Bedingungen bietet, macht die Sache nicht leichter. Sie wuchern so sehr, dass die gerade erst begehbar gemachten Wege an der ein oder anderen Stelle schon wieder sehr eingeengt sind.

Graeber und die Landschaftsarchitektin Alexandra Weber nahmen den Burgpark gestern Nachmittag gemeinsam mit Kreisdirektorin Dienstel-Kümper, Museumsleiter Stephan Sensen und dem Bildhauer Hannes Forster unter die Lupe. Wegen der Topographie sei die Sanierung alter Treppenanlagen und die Anlage der neuen Wege auf den alten, völlig zugewucherten Trassen eine Herausforderung gewesen, schilderte Weber. Es mussten provisorische Rampen angelegt werden, um wenigstens Motorschubkarren einsetzen zu können – schließlich mussten etliche Tonnen Material transportiert werden. Ganze Arbeit habe die Lüdenscheider Firma Frey an dieser Baustelle geleistet, lobten alle Beteiligen.

Auch für den Künstler war es ein Kraftakt: Er trug ein Kunstwerk ab, das er einst am westlichen Ende des Burgbergs aus Ziegeln aufgemauert hatte, und baute es in veränderter Form an anderer Stelle wieder auf – dazu musste er sogar eine provisorische Treppe anlegen.

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