Wetterdienst und Ruhrverband befürchten Hochwasser

Lenne-Pegel in Altena unverändert - Steigende Werte am Oberlauf

So hoch steht im Moment die Lenne – der Ruhrverband warnt vor einem weiteren Anstieg der Wasserstände.

[Update 15.51 Uhr] Altena/Werdohl - Der Pegel in Altena ist seit dem späten Montagvormittag unverändert. Vom Lenneoberlauf werden aber weiterhin steigende Wasserstände gemeldet. Der Hochwasserwarndienst der Bezirksregierung hält sich in seinem aktuellen Lagebericht mit einer Prognose zurück. Telefonisch ist er nicht zu erreichen.

Um 11 Uhr war am Lenne-Pegel in Altena eine Wasserhöhe von 2,06 Metern gemessen. Das bedeutete, dass pro Sekunde 130 Kubikmeter Wasser durch Altena rauschten.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Baubetriebshof mit den ersten Vorbereitungen begonnen: Kanaldeckel wurden abgedichtet, damit das Hochwasser nicht in die Keller der Häuser an der Lennestraße drücken kann. Wie es weitergeht, hängt stark von der Niederschlagssituation ab. Die Prognose des Deutschen Wetterdienstes ist weiterhin besorgniserregend. Er hat für den Märkischen Kreis und den Hochsauerlandkreis eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe ausgerufen.

Bisher brachte Sturmtief Nils Niederschlagsmengen von 20 bis 35 Litern pro Quadratmeter. Für die kommenden 24 Stunden werden Niederschlagsmengen zwischen 35 und 60 Litern erwartet. In Staulagen können sogar Mengen bis 80 Liter erreicht werden.

Der Wasserstand der Lenne war bereits von Sonntag bis Montag um mehr als einen Meter gestiegen. Um 9 Uhr am Montagmorgen zeigte der Pegel in Altena 1,90 Meter an. Damit war der erste Warnwert erreicht.

Als Betreiber der Bigge hatte der Ruhrverband daraufhin bereits auf die Hochwassersituation im Lennetal reagiert und die Wasserabgabe aus der Bigge stark gedrosselt.

In seinem am Montagmorgen um 8.30 Uhr veröffentlichten Lagebericht hieß es: „Aufgrund der für heute und morgen angekündigten, erneut kräftigen Niederschläge ist mit einem weiteren deutlichen Anstieg (...) zu rechnen.“

Es ist nicht auszuschließen, dass die Lenne im Tagesverlauf ihr Bett verlässt und die Lennepromenade überschwemmt. 

Der Baubetriebshof hat am Nachmittag Baken und anderes Absperrmaterial auf der Lennepromenade deponiert. Es soll schnell zur Hand sein, wenn in der Nacht eine Sperrung erforderlich wird. Eine Rufbereitschaft für die Mitarbeiter ist eingerichtet. Der Pegel steigt im Moment leicht an.

In Werdohl ist der Parkplatz an der Goethestraße gesperrt, weil die Lenne in diesem Bereich überschwappt. Altpapier- und Altglas-Container wurden aus Sicherheitsgründen entfernt. Für die Goethestraße gibt es keinen Hochwasserschutz. Uwe Bettelhäuser, Leiter des Betriebshofs in Werdohl, geht von einer Wetterberuhigung am Dienstagnachmittag aus.

Come-on.de wird über Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Zur aktuellen Pegelstandsangabe des NRW-Landesamtes

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