Altenaer Tierschützer lösen Verein auf

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Die Vorstände Hartwig Neuhaus (l.) und Wolfgang Brüggemann (r.) sprechen sich für die Vereinsauflösung aus.

Altena - Der Tierschutzverein Altena hat seine Auflösung beschlossen. Die Vorsitzenden Hartwig Neuhaus und Wolfgang Brüggemann werden sich nun erkundigen, welche rechtlichen Schritte zur Abwicklung notwendig sind und mit welchen Kosten diese verbunden ist.

Nach Möglichkeit soll der Tierschutz in Altena weiterhin abgedeckt sein: Über den Tierschutzverein Iserlohn. Mit sechs Mitgliedern, die am Mittwoch zur Jahreshauptversammlung ins Haus Mayweg gekommen waren, waren fast 100 Prozent der Mitglieder anwesend. ,,Wir sind nur noch zu siebt”, bedauert Wolfgang Brüggemann. Damit ist lediglich der Stamm aktiver Tierschützer übrig geblieben. Auf dem Papier hatten in den vergangenen Jahren weitaus mehr Mitglieder gestanden, mit deren Beiträgen der Verein rechnen konnte. 

Hinzu kamen immer mal wieder Einzelspenden in Form von Geldzuwendungen oder Futter. Doch auch dieses Gerüst ist nach und nach weggebrochen. Bis vor wenigen Jahren stand der Verein immerhin finanziell so gut da, dass notwendige Aufgaben auch von wenigen Aktiven geschafft werden konnten. Zumeist rückten Hartwig Neuhaus und Wolfgang Brüggemann aus, wenn ein Notruf eintraf. Mal kümmerten sie sich um entlaufene Pferde, ausgesetzte Katzen oder Anliegen besorgter Nachbarn, die Haustiere in ihrem Umfeld gefährdet sahen. 

"Wir werden allerdings auch nicht jünger"

Zudem kümmerte sich der Verein - auch 2016 noch - um die Kastration zahlreicher wilder Katzen im Stadtgebiet, um unkontrollierte Vermehrungen zu verhindern. ,,Wir werden allerdings auch nicht jünger und Nachwuchs in der aktiven Vereinsarbeit ist trotz zahlreicher Aufrufe nicht in Sicht”, erklären die verbliebenen Mitglieder. Neuhaus und Brüggemann möchten allerdings beim Tierschutzverein Iserlohn nachhören, ob dort eine Zuständigkeit für Altenaer und Nachrodt-Wiblingwerder Notfälle eingerichtet werden kann. Dahingehend vernetzt ist der Altenaer Verein: Er hat auch immer an den Sitzungen des Kreistierschutzbunds teilgenommen und ist auch im Landestierschutzbund organisiert.

Im nächsten Jahr werden die Mitglieder, die sich einstimmig für die Vereinsauflösung aussprachen, noch einmal zu einem Gespräch zusammenkommen. Dann wird erläutert, was beim Notar und beim Vereinsregister zu tun ist. ,,Sollte nach der Abwicklung noch ein Restbetrag übrig sein, kommt er dem Tierschutz zu”, versprach Wolfgang Brüggemann allen Unterstützern. J iho

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