Weiterer Workshop zum Klimaschutzkonzept / Thema Flächenmanagement

Klimaschutz lokal: Wege und Chancen suchen

Wirtschaftsgeograph Christian Esseling vom Aachener Büro Adapton übernahm den Großteil der Moderation.

Altena -   Was können Stadt- und Raumplanung zu einem Klimaschutzkonzept beitragen? Eine Fragestellung, der am Mittwochabend, 10. Juni, bei einem Workshop im Sitzungssaal des Rathauses nachgegangen wurde.

Hier ging es zum einen darum, die gegenwärtige Situation der Flächennutzung in der Burgstadt zu erfassen, zum anderen „Handlungsoptionen“ aufzuzählen, wo und wie also in der Zukunft Veränderungen herbeigeführt werden könnten. Stichworte waren hier zum Beispiel „Nachverdichtung“, also die Vermeidung neuer Baugebiete und das Schließen von Bebauungslücken. Der Rückbau (Abriss) von Infrastruktur stand ebenso auf der Tagesordnung der Ideensammlung wie die Ausweisung von Vorrangflächen für erneuerbare Energien. Allerdings: Hier stehen die Chancen in der Burgstadt wegen des Mangels an geeigneten Flächen eher schlecht.

Der Frage, was Versorger für ein Klimaschutzkonzept tun können, ging Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Bunse in einem Impulsvortrag nach. Er stellte das Projekt „Zukowis“ vor, eine Abkürzung von „Zukunftsoptionen kommunaler Wasserinfrastrukturen“. An dieser Studie des Fraunhofer-Instituts in Karlsruhe im Auftrag des Landes NRW nehmen drei Städte teil – Altena ist eine davon.

Die zugrunde liegende Erkentnis: Der demografische Wandel, klimatische Veränderungen und technologische Entwicklungen stellen neue Herausforderungen an die kommunalen Infrastrukturen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Die Frage: Wie soll auf heutige und zukünftigen Veränderungen reagiert werden? Wie sich die Bevölkerungszahl und -struktur in 50 oder 100 Jahren darstellen und welche Auswirkungen ein Klimawandel auf Teilräume in Nordrhein-Westfalen haben wird, kann noch nicht ausreichend präzise prognostiziert werden. Welche finanziellen Folgen sind zu erwarten? Wie kann die Wasserver- und Abwasserentsorgung zukunftsfähig gestaltet werden und finanzierbar bleiben? Dazu will Zukowis Modellrechnungen erstellen.

Als es um die „Identifizierung von Problemen und Hemmnissen“ im Flächenmanagement ging, fielen zwei seit langem bekannte Reizworte: Schwarzenstein und Nettenscheid, konkret hier die „Hochhäuser“. Möglicherweise, so eine Hoffnung, bietet sich über den so genannten „NRW Flächenpool“ am Winkelsen mittel- oder langfristig fristig eine Lösungsmöglichkeit. Der Flächenpool ist nach der Definition des Landes „ein Instrument zur Mobilisierung von Brachflächen.“

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