Scheffler und Freitag sollen erneut kandidieren

+
Hand in Hand für die Region: Dagmar Freitag und Michael Scheffler betonten gestern ihre gute Zusammenarbeit.

Altena - Bei der SPD ist eine wichtige Vorentscheidung für die in 2017 anstehenden Wahlen gefallen: Der SPD-Stadtverband Iserlohn sprach sich am Donnerstagabend für eine erneute Kandidatur von Dagmar Freitag (MdB) und Michael Scheffler (MdL) aus.

Es sei im Vorfeld auch mit den anderen Ortsvereinen in den Wahlkreisen gesprochen worden, erklärte Scheffler in seiner Funktion als Unterbezirksvorsitzender für den Märkischen Kreis. Danach zeichne sich nicht ab, dass es weitere Bewerber geben werde.

Die 63-jährige Iserlohnerin Dagmar Freitag ist seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2009 Vorsitzende des Sportausschusses. Natürlich stelle sie sich vor jeder Wahl die Frage, ob sie erneut kandidieren wolle, sagte Freitag. Sie habe sich dafür entschieden, weil ihr die Arbeit nach wie vor Freude mache und sie viel Zustimmung erfahre, und zwar nicht nur von SPD-Mitgliedern. „Die Entscheidung ist mir deshalb nicht unbedingt schwer gefallen“, sagte sie gestern.

Freitag hat ihren Wahlkreis fünfmal in Folge direkt gewonnen. Trotzdem werde sie für eine gute Absicherung auf der Reserveliste ihrer Partei kämpfen, kündigte sie gestern an. Hintergrund ist die Zitterpartie am Abend des 22. September 2013. Damals gewann sie ihr Direktmandat mit einer hauchdünnen Mehrheit von 54 Stimmen vor Christel Voßbeck-Kayser.

Michael Scheffler gehörte dem Landtag von 1995 bis 2005 an. Dann verpasste er den Wiedereinzug ins Parlament, wurde aber 2010 und 2012 erneut direkt gewählt. Seine Fraktion ernannte ihn nicht zuletzt wegen seiner beruflichen Erfahrung als Geschäftsführer der Awo zum sozialpolitischen Sprecher.

Freitag und Scheffler betonten am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, dass sie seit vielen Jahren politische Weggefährten seien, die sich Hand in Hand für die Belange der Städte und Gemeinden in ihrem Wahlkreis eingesetzt hätten und dabei viel bewirkt hätten. Für die Zukunft zeichnen sich nach ihren Worten viele Themenfelder ab, die es in der Region zu beackern gilt.

Neben der Integration der Flüchtlinge nannten sie unter anderem die Verbesserung der Infrastruktur, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Verbesserung der ärztlichen Versorgung und den Ausbau der Pflege. Der Beschluss der SPD Iserlohn ist nur eine Vorentscheidung.

Die Nominierung der Kandidaten obliegt Delegiertenkonferenzen. Die für die Landtagswahl findet am 8. November in der Nachrodter Rastatt statt, der Termin für die Nominierung der Bundestagsabgeordneten steht noch nicht fest. Der Landtag wird am 14. Mai 2017 gewählt. Die Bundestagswahl ist noch nicht terminiert, findet aber im Herbst statt – vermutlich im September.

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare