Wechsel an der Spitze des Stadtsportverbandes / Kauert wird Ehrenvorsitzender

Der Vorstand des Stadtsportverbandes: Helmut Mahr, Wolfgang Wilbers, Tanja Noelle, Klaus-Peter Trappe, Ehrenvorsitzender Günter Kauert, Holger Wolf, Klaus Hoffmann und Ralf Springob (von links)

Altena - Sportlich und fair seien ihm seine Gesprächspartner in 20 Jahren begegnet. Das schätzte Günter Kauert immer am meisten an seiner Aufgabe als Stadtsportverbandsvorsitzender. Lösungen gab es für ihn immer nur gemeinsam oder gar nicht. Das haben die Sportvereine an ihrem Sprecher immer geschätzt, weshalb die Delegierten Günter Kauert nach seinem Rücktritt zum Ehrenvorsitzenden wählten.

Viel Applaus spendeten sie dem Altenaer Sportfunktionär, der sein Amt vor 20 Jahren antrat, um ,,dem Sport in der Stadt etwas von dem zurückzugeben, was ich bekommen habe”. Nun ist Klaus-Peter Trappe zu Günter Kauerts Nachfolger gewählt worden. Dass Sport in der Stadt die Wertschätzung erfährt, die er verdient, ist Trappes erklärtes Ziel. Mit Bedauern wurde wahrgenommen, dass kein städtischer Vertreter zur Verabschiedung gekommen war. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein war verhindert. Warum keine seiner Vertreterinnen kam, könne er sich im Moment nicht erklären, sagte er auf Anfrage. Wegen einer längeren Erkrankung seiner Sekretärin ist das Vorzimmer derzeit nur kommissarisch besetzt. Eine Ehrung seitens der Stadt für Kauert soll nach Absprache mit Klaus-Peter Trappe gesondert erfolgen.

Unterstützt wird Klaus-Peter Trappe nicht nur von seinem Vorgänger, sondern auch von Ralf Springob (2.Vorsitzender), Klaus Hoffmann (Geschäftsführer), Holger Wolf (Kassierer), Tanja Noelle (Sportabzeichenbeauftragte), Helmut Mahr (Sportarzt), Wolfgang Wilbers (Schulsportbeauftragter), Rüdiger Schwerdt (Vertreter der Stadtverwaltung), und Philipp Wefer (Jugendvertreter). Kassenprüfer wurden Ralf Schürmann und Sandy Gesing.

Verheerende Mitgliederverluste

Trotz verheerender Mitgliederverluste, die auch dem demografischen Wandel geschuldet sind, vertritt der Stadtsportverband noch immer die Interessen von einem Großteil der Altenaer Bevölkerung. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Mitgliederzahl aller Vereine fast halbiert: Waren 2006 noch 7869 Mitglieder gelistet, sind es 2016 noch 3987, stellte Klaus Hoffmann fest. Schulen und Vereine müssen deshalb neue Wege gehen, Kooperationen anstreben und Förderungen des Landessportbunds nutzen, zum Beispiel durch die Gründung finanziell unterstützter Schulsportgemeinschaften, wie Wolfgang Wilbers anregte. Ihm bereitet aktuell der fehlende Sportlehrernachwuchs große Sorgen. Und dass die Breitenhagener Schüler nach der Schließung des Lehrschwimmbeckens viel Fahrzeit nach Dahle von ihrer Schwimmzeit opfern müssen, sei auch nicht ideal.

Für den Erhalt des Beckens hatte sich der Verband eingesetzt - ,,leider ohne Erfolg”, bedauerte Günter Kauert in seinem letzten Jahresbericht. Sein Nachfolger Klaus-Peter Trappe hatte noch am Donnerstag die nächste Baustelle seitens der Stadt betreut: Ein Teil der Leichtathletik-Anlage am Pragpaul musste gesperrt werden, weil Felsbrocken herabgefallen waren. ,,Wir als Verband sollten demnächst mal wieder Sportstättenbegehungen machen, um uns von der Gesamtlage ein Bild zu machen,” regte er an.

Höhepunkte des Altenaer Vereinslebens

Viel auf Sportanlagen unterwegs war bislang Ralf Springob in seiner Funktion als Sportbeauftragter, indem er Stadtmeisterschaften und weitere Höhepunkte des Altenaer Vereinslebens betreute. Die Stelle ist nun vakant und wird auf mehreren Vorstandsschultern getragen, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Sportabzeichenbeauftragte Tanja Noelle nutzte die Versammlung im Haus Mayweg, um die Vereine mit den prozentual meisten Absolventen zu ehren: Im Erwachsenenbereich lag die TSE vor TSV und MTV, bei den Kindern TSE vor MTV und TSV. Urkunden für fleißige Wiederholer wurden an Lothar Engler (40) und Anja Kreisel (30) vergeben, Jürgen Binar (35) bekommt seine nachgereicht.

Interessenten können beim Sportabzeichentag der TSE am 2. September viele Disziplinen abnehmen lassen. Zudem gibt’s auch wieder die Möglichkeit, das Sportabzeichen innerhalb einer Woche zu absolvieren. Insgesamt holten 2015 295 Altenaer Urkunde und Anstecker. 103 davon zum ersten Mal.

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