Vorsicht vor Gewerberegister-Anschreiben

Eintragung ohne Sinn und Verstand

Vorsicht ist geboten bei Post vom „Zentralen Gewerberegister“. Das ist nichts als Abzocke. Foto: Bonnekoh

Altena -  Das Schriftstück sieht aus, als hätte es eben erst das Schreibbüro einer deutschen Behörde verlassen. Neben einem gedoppelten Adler prangt die Bezeichnung „Zentrales Gewerberegister zur Eintragung und Veröffentlichung inkl. Umsatzsteuer-Identifikationsnummern“ auf dem Briefkopf und dann geht es schon los.

Nach einer kurzen Aneinanderreihung von Formulierungen zum „Steuervereinfachungsgesetz 2011“ und dem „Steueränderungsgesetz 2003“ wird die zwingende Eintragung in ein zentrales Gewerberegister angeregt. 

Fakt ist jedoch: Wer sich als Gewerbetreibender nicht die Mühe macht, das auf einer ganzen weiteren Seite aufgeführte „Kleingedruckte“ durchzulesen, schließt einen Vertrag ab über einen nutzlosen Firmeneintrag, der mit monatlich 33,24 Euro zu Buche schlägt. Ein Betrag, der nicht der Rede wert ist? Doch, denn, wer auch immer mit Stempel „und rechtsgültiger Unterschrift“ die unbestellte Eintragung in ein Fantasieregister bestellt, geht einen Vertrag über zwei Jahre ein, am Ende werden deshalb 797,76 Euro fällig. 

Natürlich ist das ganze „nur ein Angebot“, wie der Seite 1 der „Gewerberegister-Eintragung“ zweifelsfrei zu entnehmen ist. Es ist also Vorsicht geboten, wenn man nicht für teures Geld etwas haben möchte, das an sich völlig überflüssig ist. 

Im Zweifel: Sofort ab damit in den Papierkorb. Da gehört das Angebot hin.

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