Inhaber Vittorio Collura gibt auf

Restaurant "Trattoria Da Vito" in Altena ist Geschichte

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Die Trattoria Da Vito an der Kirchstraße 35 hat aus "betriebswirtschaftlichen Gründen" geschlossen.

Altena - „Manchmal glaube ich, mir klebt das Pech an den Händen!“ – Diese negative Selbsteinschätzung gibt Vittorio Collura.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau M. Rausch-Collura betrieb er bis vor ein paar Tagen die „Trattoria Da Vito“ an der Kirchstraße 35. Mit einem DIN A 4-großen Aushang an die „verehrten Gäste und Freunde“ teilt das Paar mit, dass das Restaurant geschlossen ist – aus „betriebswirtschaftlichen Gründen“, wie es auf den schlichten weißen Info-Zetteln heißt, die an der Eingangstür und in den Fenstern hängen.

Schlichte weiße Info-Zettel informieren die Gäste über die Schließung.

Vittorio Collura macht für diese Geschäftsaufgabe im wesentlichen die Baustelle der Fritz-Berg-Stiftung direkt gegenüber seines Lokals verantwortlich. Das Arbeiten der Handwerker den ganzen Tag über mit all dem Staub, Dreck und vor allen Dingen unsäglichem Lärm habe dafür gesorgt, dass die Geschäfte zuletzt schlechter und schlechter liefen. Zudem habe keiner seiner Gäste mehr in Sichtweite oder nah an seinem Restaurant parken können. „Das hat uns sehr getroffen.“ Natürlich habe er mit dem Investor Berg gesprochen, „aber gebracht hat es nichts.“

Der Geschäftsmann betrieb zuvor unter anderem eine Pizzeria in Höhe des Bungernplatzes (Marktstraße 6). Dieses Restaurant brannte bekanntlich aus. „Wir haben sogar abends, wenn es spät geworden ist, eine Art Begleitservice angeboten, um zum Beispiel alleinstehende Frauen sicher zum Parkplatz am Langen Kamp zu bringen.“ Wie es weitergeht und ob es an anderer Stelle der Stadt erneut einen gastronomischen Betrieb mit Vittorio Collura am Herd und in der Küche geben wird? „Ich sehe mich um. Man muss aber erst einmal etwas finden.“

Dem Vermieter, einem örtlichen Geschäftsmann, lag nach eigener Aussage noch gar keine Kündigung der Trattoria da Vito vor. An der Freiheitstraße hatten sich Vittorio Collura selbst und auch seine Familie beim Herrichten und Umbauen mächtig in Eigenregie ins Zeug gelegt. An der Kirchstraße 35 war der Italiener etwa zweieinhalb Jahre tätig.

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