Fest für Flüchtlinge in der Burg Holtzbrinck

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Sechs Syrer hatten unter anderem Lieder in arabischer Sprache passend zum Muttertag in der arabischen Welt vorbereitet. Vorher sangen alle gemeinsam deutsche Frühlingslieder.

Altena - Vier Gründe zum Feiern sorgten am Montag in der Burg Holtzbrinck für ein Fest verschiedener Nationen und Kulturen: Frühlingsanfang in Deutschland und auch bei den kurdischen Irakern und Syrern, Silvester in Afghanistan und Muttertag in der arabischen Welt.

Nadja Mehari hatte anlässlich dieses besonderen Tages Flüchtlinge, Kümmerer, Mitarbeiter des Stellwerks sowie die evangelische und katholische Kirchengemeinde eingeladen. „Das Fest heißt bei den Kurden und Afghanen 'Nowruz'“, weiß sie – das bedeutet „neuer Tag“. 

„Sonntagabend konnten wir erst spät mit den Vorbereitungen anfangen“, sagte die ehrenamtliche Helferin. Im großen Saal der Burg Holtzbrinck fand vorher noch ein Konzert statt. Mit Abdalla – Mehari ist seine Kümmerin –, Mulham, Ayman, Muhanned, Achmed, Doaa und Dorski wurde alles geschmückt und für die musikalischen Auftritte aufgebaut. „Ich danke besonders Dorski für seine Hilfe“, sagte Mehari. Der junge Mann hatte über Bekanntschaften extra ein Banner für das Fest anfertigen lassen. „Es war alles viel Arbeit“, wusste sie. 

Alle singen gemeinsam deutsche Lieder

Bei Kaffee und Kuchen begann der Nachmittag im Untergeschoss. Kümmerer trafen auf ihre Paten, Helfer von Stellwerk und Kleiderkammer unterhielten sich mit bekannten Personen und auch die Gleichstellungsbeauftragte Anette Wesemann ließ sich die Veranstaltung nicht entgehen. Nach dieser lockeren Plauderei verkündete Nadja Mehari: „Wir gehen nach oben. Jetzt wird gefeiert.“ Der Saal war mehr als voll besetzt, trotzdem hatten alle Anwesenden Spaß beim Singen deutscher Frühlingslieder.

Flüchtlingsfest in der Burg Holtzbrinck 

An „Alle Vögel sind schon da“ und „Kuckuck ruft’s aus dem Wald“ fanden auch die Flüchtlinge Gefallen. Anschließend präsentierten sechs Syrer arabische Lieder passend unter anderem zum arabischen Muttertag. 

Kinder malen Ostereier bunt an

Auch für die Kleinen hatten die Flüchtlinge um Nadja Mehari einiges organisiert. An einem Stand galt es die Anzahl bunter Schokoeier in einem großen Glas zu schätzen. Die drei besten Schätzer bekamen einen Preis. Für Platz 1 gab es zwei Kinogutscheine, der zweite und dritte Platz wurden mit kleinen Schoko-Paketen belohnt. An einem anderen Tisch konnten die Mädchen und Jungen ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Zum ersten Mal haben die Kinder Ostereier mit bunten Farben angemalt.

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