Günter Kauert sieht den Sparkurs der Stadt zunehmend kritisch

Stadtsportverband muckt auf

Günter Kauert, Stadtsportverband, sieht den Sparkurs der Stadt Altena zunehmend kritisch.

Altena - Jahrelang hat der Stadtsportverband den städtischen Sparkurs mitgetragen, selbst den Benutzungsgebühren, die die Vereine für die kommunalen Sportstätten zahlen müssen, stimmte er zu. Am Montag, 16. November, wurde deutlich, dass Günter Kauert und seine Mitstreiter jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

„Spielt denn der Sport hier keine Rolle mehr“, fragte der Vorsitzende des Stadtsportbendes schon zu Beginn der Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport. Kauert ärgerte sich darüber, dass die Verwaltung die Schließung des Lehrschwimmbeckens am Breitenhagen beschlossen hat – in der letzten Sitzung des Ausschusses sei ausdrücklich beschlossen worden, über dieses Thema noch einmal nachzudenken. Einen entsprechenden Tagesordnungspunkt gebe es aber nicht, monierte Kauert. Er habe eine erneute Diskussion angesichts der jüngsten Entwicklungen für nicht erforderlich gehalten, entgegnete Kämmerer Stefan Kemper. Nachdem ein Schaden aufgetreten sei, sei die eigentlich für 2016 geplante Schließung vorgezogen worden. Eine politische Beschlussfassung dazu sei längst erfolgt, nämlich mit Verabschiedung des Haushaltssicherungsplanes. In ihm sei die Schließung seit Jahren festgeschrieben. Rund 27000 Euro spart die Stadt dadurch ein.

Deutlich mehr – nämlich 110000 Euro – könnte nach Berechnung der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) bei den Turnhallen gespart werden – Altena habe nämlich zu viele davon. 1,5 überzählige „Hallenflächen“ errechnete die GPA und legte dem allein den schulischen Bedarf zugrunde. Sport finde aber nicht nur in den Schulen statt, wetterte Kauert – in den Vereinen werde ein viel breiteres Sportangebot gemacht als in den Schulen, das müsse berücksichtigt werden.

Dem wollte Kemper nicht widersprechen – bei der Haushaltssicherung gehe es aber ausschließlich darum, „was für die Schulen nötig ist“. Allein habe sich die Stadt zu orientieren, sonst drohe Ärger mit der Kommunalaufsicht.

Akut wird das Thema Turnhallen deshalb, weil mit dem Auslaufen der Hauptschule Rahmede deren Turnhalle schon Mitte nächsten Jahres zur Disposition steht – die Gespräche der Rahmeder Vereine über deren zukünftige Nutzung seien ins Stocken geraten, erklärte Rüdiger Schwerdt von der Stadtverwaltung auf Anfrage des SPD-Ratsmitglieds Thorsten Janson. Wegen des Auslaufens der Grundschule Evingsen muss auch über deren Halle eine Entscheidung her – sie wird auch von der TS Evingsen genutzt, deren Vorsitzende Rita Hosse die Sitzung verfolgte.

Beschlossen wurde bezüglich der Sporthallen, dass die Stadt ein Konzept entwickeln soll, die „vorhandenen und tatsächlich benötigten Hallen optimal zu steuern“. Auf Drängen Kauerts wurde der Beschlussvorschlag dahingehend ergänzt, dass dabei auch die Interessen der Vereine zu berücksichtigen sind.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare