Türkei-Urlaube in Altenaer Reisebüros kaum storniert

Viele Altenaer machen in Mittelmeerstaaten Urlaub

+
Susanne Kraemer vom Holiday Land Reisebüro Rohe sieht Spanien ganz weit oben auf der Urlaubs-Liste der Altenaer.

Altena - Schon zu Beginn des Jahres registrierten die Altenaer Reisebüros eine deutlich geringere Nachfrage nach Reisen in die Türkei. Als Alternative entschieden sich viele Kunden vor allem für einen Urlaub in anderen Mittelmeerstaaten.

„Spanien erlebt einen Wahnsinns-Boom“, sagt Susanne Kraemer vom Holiday Land Reisebüro Rohe. „Die Kunden nehmen das, was sie kriegen können“, sagt sie. „Dafür nehmen sie auch höhere Preise in Kauf.“ Auch die griechischen Inseln profitieren von der Krise in der Türkei, sagt sie. Doch beide Länder können mit den türkischen Angeboten nicht in allem mithalten – zehn Meter bis zum Strand und Getränke an der dortigen Bar sind in Spanien eher selten. „Alle wollen am liebsten türkische Begebenheiten in Spanien. Und dann noch zu türkischen Preisen“, lacht Kraemer.

Keine offizielle Reisewarnung für die Türkei

In Spanien ziehe es die Leute vor allem auf die Kanaren und die Balearen, weiß Thomas Eltzner vom Reisebüro Zöller. Und er bestätigt: „Griechenland erholt sich wieder.“ Die Kunden, die bereits im Januar ihre Türkei-Reise gebucht haben, fahren trotzdem in diese Region. Denn es gibt keine offizielle Reisewarnung für die Türkei. Bei einer Stornierung kämen sogar noch zusätzliche Kosten auf die Kunden zu, so Kraemer. 

„Wir hatten keine einzige Stornierung“, berichtet Markus Tenne von der Allgemeinen Reise-Agentur. Vorort sei es zwar leer, aber ruhig. Und es gebe keine Einschränkungen, hätten Türkei-Urlauber ihm erzählt. Sogar in den vergangenen Wochen habe er noch Anfragen zu Türkei-Urlauben bekommen. Auch Eltzner berichtet nur von Umbuchungen – „Stornierungen gab es nicht“. Die Krise treffe nun die türkische Tourismusindustrie, sagt er. Hotels hätten bereits geschlossen. „Den meisten tut das Leid“, so Kraemer. 

Auch deutsche Küste und bayerische Seen beliebt

Neben Spanien und Griechenland habe Tenne mehrere Urlaube nach Bulgarien für seine Kunden gebucht. „Der Trend geht außerdem hin zu Kreuzfahrten“, so Tenne. Es gebe immer mehr solcher Schiffe und die Preise seien erschwinglich. „Erdgebundene Reisen“ – wie Tenne sie nennt – seien ebenfalls in den Vordergrund gerückt: Die deutsche Küste und Holland seien sehr beliebt. Susanne Kramer ergänzt: „Auch die bayerischen Seen stehen weit oben auf der Liste.“ 

In Sachen Fernreise-Ziele hat sich nicht allzu viel getan: Weit vorne mit dabei seien laut Tenner die Dominikanische Republik – wie schon seit langer Zeit – und Kuba. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate seien weiter im Kommen. In diesem Bereich verzeichnet Tenne deutlich mehr Buchungen in seinem Reisebüro als in den vergangenen Jahren. 

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare