Streudienste von Witterungsverhältnissen überrascht

Glätte kam ganz plötzlich

en Winterdienst hat es am Montag, 11. Januar, eiskalt erwischt: Die Straßen wurden ohne jede Vorwarnung und erst kurz vor dem Einsetzen des Berufsverkehrs sehr glatt

Altena - Plötzlich auftretende Straßenglätte hat am Montag, 11. Januar, vor allem auf dem Kohlberg für extreme Verkehrsbehinderungen gesorgt. Dort ereigneten sich innerhalb von nur fünf Minuten drei Unfälle mit einem Gesamtschaden von geschätzten 14000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Um 7.30 Uhr rutschte eine Autofahrerin auf eisglatter Fahrbahn in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem anderen Fahrzeug – 6000 Euro Schaden. Zu den beiden anderen Unfällen kam es, weil Autofahrer vor der Unfallstelle nicht mehr anhalten konnten und auf glatter Fahrbahn gegen bereits wartende Fahrzeuge rutschten. Es sei dort so glatt gewesen, dass sich die Polizeibeamten bei der Unfallaufnahme nur mühsam hätten fortbewegen können, schilderte Andreas Schober, der Leiter der Polizeiwache, anschließend.

Für den Winterdienst auf der Landstraße über den Kohlberg ist StraßenNRW zuständig. Der Landesbetrieb wurde von der gefährlichen Situation ebenso eiskalt erwischt wie der städtische Baubetriebshof. Warnungen des Wetterdienstes gab es nicht. Natürlich hätten sich die Mitarbeiter trotzdem in Winterdienstbereitschaft befunden, schilderte Betriebsleiter Volker Richter gestern. Dazu gehöre eine nächtliche Kontrollfahrt – gegen 4 Uhr sei aber von Straßenglätte noch nichts zu bemerken gewesen, schilderte Richter gestern: „Das ging erst später los“.

Als die Temperaturen gegen 6 Uhr deutlich sanken, bildete sich auf den regenfeuchten Straßen schnell gefährliche Glätte. Die Fahrer der Streufahrzeuge wurden über eine Telefonkette zum Dienst beordert und rückten wenig später aus. Sie konnten aber nicht verhindern, dass der einsetzende Berufsverkehr durch teils sehr kritische Straßenverhältnisse beeinträchtigt wurde.

Besonders schwierig sei die Situation in der Nähe von Bächen gewesen, berichtete Richter anschließend. Betroffen waren davon vor allem Pendler, die in Richtung Hemer fahren wollten: Im Ihmerter Tal war die Situation so extrem, dass die Polizei zum letzten Mittel griff und die Straße komplett sperrte.

Auch in den kommenden Tagen muss mit winterlichen Verhältnissen gerechnet werden. Es soll kälter werden und auch schneien.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare