Brigitte Heckenbücker gibt Denkanstöße für eine neue Mitgliederwerbe-Kampagne

Kennen Sie eigentlich die KFD?

Brigitte Heckenbücker (vor Kopf 2.v.l.) im Pfarrheim von St. Matthäus: Sie reist durch die Pfarreien des Bistums, um Frauen zu gewinnen, die sich als Werbebotschafterin für die KFD ausbilden lassen. Foto: Bonnekoh

Altena -  Die KFD – Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands – ist nach eigenen Angaben „der größte Frauenverband der Republik.“ Doch wer in die Gemeinden geht und schaut, erlebt auch hier eine teils dramatische Überalterung der Mitglieder. Das soll sich ändern.

Dienstag, 21. April, war deshalb Brigitte Heckenbücker vom Bistums-Vorstand der KFD aus Essen in der Stadt. Vor Vertreterinnen aller sechs Pfarreien des Dekanates Lüdenscheid-Altena gab die couragierte Frau Tipps und Anregungen, neue Mitglieder zu gewinnen.

Das ist auch das Hauptanliegen einer großen bistumsweiten Kampagne, die unter der Überschrift „Frauen.Macht.Zukunft“ steht. Was abstrakt klingt, ist es aber nicht. Denn das Bistum bereitet die „Werberinnen“ schon gezielt auf ihre Aufgabe vor. „Unser Ziel ist es, auf sympathische und dennoch professionelle Weise an potenzielle neue Mitglieder heranzutreten“, sagte bei Kaffee, Kuchen und leckeren Broten die Frau aus Essen.

Sie wisse, so Brigitte Heckenbücker, dass das Werben „stets keine leichte Aufgabe ist. Das Wichtigste ist wohl, nicht als Versicherungsvertreter aufzutreten“ und erntet schon an diesem Punkt Zustimmung aus der mit rund vier Dutzend Frauen besetzen Runde im Pfarrheim von St. Matthäus.

„KFD? Was ist das denn?“ – Provokant stieg Brigitte Heckenbücker in ihren kurzweiligen Vortrag ein und brachte gleich eine Menge Beispiele für die sich der Frauenverband einsetzt. Manchmal ließe sich das Eis eines ersten Gespräches schon brechen, wenn man zum Beispiel das Thema Messdienerinnen aufgriff. „Wir haben uns als Verband in den 70er und 80er Jahren stark gemacht, dass auch Mädchen diesen Dienst am Altar leisten durften“. Und wieder erntet sie Zustimmung. „Ich war als Kind ja so traurig, dass ich nicht Messdienerin werden durfte. Wie schön, dass das nun anders ist“, sagt eine Frau aus der Runde. Daraufhin tut Brigitte Heckenbücker, die übrigens ausgebildete KFD-Werbebotschafterin ist, genau das, was sie gelernt hat: weiter ruhig zuhören! Denn, daran lässt sie keinen Zweifel, wer wirbt, muss nicht nur alle Infos über die KFD parat haben, die Person muss auch einfühlsam sein und ihrem Gesprächspartner gegenüber zeigen, dass sie ihn persönlich wertschätzt. Nach einigen Fragerunden, warum zum Beispiel die Anwesenden KFD-Mitglieder sind, besprachen die Frauen, wo sie am besten ansetzen können, um neue Mitglieder zu werben. Heckenbückers Rat: ein KFD- und kirchennahes Umfeld wie Kindertagesstätte, Kirchenchor, neue Gemeindemitglieder oder Kommunionmütter. Gemeindeveranstaltungen und Pfarrfeste, seinen ideal, um erste Kontakte zu knüpfen.

Brigitte Heckenbücker wollte Dienstag neugierig machen, sagte aber auch: „Wir bieten spezielle Lehrgänge „Ausbildung zur Werbebotschafterin“ an. Dort ist alles erlernbar – wer Interesse hat, kann mich ansprechen.“ Und während der Kaffee noch dampfte, der Kuchen mundete, gab es die ersten Anfragen aus der Runde. „Ich bin interessiert. Ich habe heute viel gehört und bereits einiges gelernt. Ich mache mit!“ Heckenbückers-Besuch fruchtete bereits.

von Johannes Bonnekoh

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