Stockbrot, Bratwürstchen und Musik bei den Altenaer Osterfeuern

Das Kinderfeuer auf dem Nettenscheid wurde bewusst früh gezündet, amit die jungen Gäste noch viel davon hatten.

Altena - Es war eine herrliche Überraschung, die sich die Kompanie Mühlendorf für ihre Freunde aus der Nette hatte einfallen lassen: Das Tamborcorps Dahle ging voran, als die Wanderer der befreundeten Kompanie beim Osterfeuer auf dem Nettenscheid eintrafen. Das gab noch ein paar Ständchen mehr an diesem sonnigen Samstagabend.

Kaiserwetter hatte die Königskompanie am Ostersamstag begleitet und auch das Wandern zum Nettenscheid hatte den Mühlendorfer Schützen, ihren Familien und Freunden sichtlich Spaß gemacht: Mit Kind und Kegel hatte die große Gruppe den Berg erklommen. Am Haus Mayweg hatte sich am späten Nachmittag das Tamborcorps Dahle versteckt, das mit Stimmungsmusik auf den Lippen die letzten Meter begleitete. Ralf Schilling, Organisator des Osterfeuers der Kompanie Nette, hatte anschließend Mühe, seine Wette einzuhalten: 50 Liter Bier wollte er in 17 Minuten wegzapfen. Der Durst war da, der Zapfhahn nur nicht ganz so schnell. „Über den Wetteinsatz sprechen wir noch!“ scherzte Schützenkönig Martin Schröder, der sich ebenso wie Kompanieführer Dieter Steinmann sichtlich über die gelungene Überraschung freute.

Bewusst starten die Netteraner seit Jahren ihr Osterfeuer früh, damit auch die Kinder noch viel davon haben. Das kleine Feuer für die jungen Besucher wurde dementsprechend rasch entzündet, im angrenzenden Wald suchten sich die Mädchen und Jungen prompt lange Äste, um den Stockbrotteig zu rösten. Die Gastgeber hatten natürlich vorgesorgt und auch den Grill angefeuert. Für die kühleren Abendstunden stand zudem ein beheizbares Zelt bereit.

Mancher Gast vom Nettenscheid ging nach dem erlöschen des dortigen Feuers noch nicht nach Hause, denn vom Berg aus hatte man die Zündung des Feuers auf dem Evingser Schützenplatz gut beobachten können. Dort konnte der Ostersamstag eine Taxifahrt später noch nett weitergehen. Schon um 17 Uhr war der hochgeschichtete Stapel in Brand gesetzt worden und loderte bis in die späten Abendstunden.

Der Schützenverein als diesjähriger Gastgeber hatte eine Atmosphäre geschaffen, die gleichermaßen gemütlich war und auch etwas von einer Party hatte. Die Gäste lobten die gute Musik und familienfreundliche Preise am Imbissstand. „Nur ein paar Bänke rund ums Feuer hätte es mehr geben können...“ Die gab’s zwar eigentlich in großer Anzahl, waren aufgrund des großen Andrangs aber alle schnell belegt. „Die Resonanz ist mehr als zufriedenstellend!“ freute sich der Vorstand.

Altenaer und Nachrodt-Wiblingwerder zieht es zu den Osterfeuern

Die selbe Aussage traf am Samstagabend auch Dirk Frebel, Vorsitzender des TuS Mühlenrahmede. Erstmals hatte sich der Sportverein auch für ein Kinderfeuer mit Stockbrot entschieden, das von Andreas Rollfing betreut wurde. Zahlreiche junge Besucher hatten sichtlich Spaß an diesem Angebot und genossen das selbst zubereitete Gebäck.

Die Großen zog’s derweil an Bierpavillon, Grill und Fritteuse. In der Rahmede flammte das Feuer erst in der Dunkelheit auf, brauchte aufgrund des verregneten Karfreitagswetters allerdings ein wenig Anlauf. Eine Windböe gab schließlich den nötigen Anschub, was die zahlreichen Beobachter vom Beachvolleyballfeld aus einige Meter zurückweichen ließ. Dann knisterte es aber auch dort gemütlich, so dass auf dem vereinseigenen Sportplatz am Oberen Ardeyweg bis in die späten Abendstunden gesellig gefeiert werden konnte.

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